Full text : Geschichte des Zentralverbandes der Stickerei-Industrie der Ostschweiz und des Vorarlbergs und ihre wirthschafts- und sozialpolitischen Ergebnisse

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diesen  Standpunkt  stellte  sich  die  Versainmlnng  mit  der  einstiinmigen
  Annahme  des  Antrages,  es  möchte  der  Verband  sich
im  Vereine  mit  anderen  Korporationen  der  Ostschweiz  gegen
die  beantragten  Zollerhöhungen  zur  Wehre  setzen.  Das  letztere
geschah  mit  Erfolg;  die  Eingabe  des  Spinner-  und  Webervereins ­
  fand  bei  der  Bundesversammlung  kein  Gehör.  Ein
Jahr  später  war  die  Verbandsleitnng  rege  thätig  in  Sachen
der  Handelsverträge  mit  Deutschland  und  Oesterreich.
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Garnhandu?  Iw  Oktober  1888  wurde  der  Handel  mit  Stickgarn  auf
dem  Wege  des  Regulativs  zum  Schutze  des  Arbeitnehmers
geregelt.  Der  Ankauf  lind  Verkauf  von  unrichtig  oder  garnicht ­
  nummerirten  oder  im  Preise  übersetzten  Garnen  wurde
mit  Bußen  belegt.  Jedes  Paquet  hatte  den  Namen  des  Verkäufers ­
  und  Wiederverkünfers  zu  tragen,  sowie  genaue  Angaben ­
  über  die  Garnqualitüten.  Jeder  Verkauf  sollte  fakturirt
werden.  Im  Verbandsorgan  wurden  die  offiziellen  Garnpreise
jeweilen  zur  Kenntniß  gebracht.  Der  Verordnung  war  zum
Theil  schon  früher  durch  Manipulationen  in  einzelnen  Ferggerund
  Arbeitgeberkreisen  gerufen,  welche  ihr  Benefize  dadurch  gii
erhöhen  suchten,  daß  sic  dem  Sticker  das  Garn  zu  übersetzten
Preisen  aufhalsten.  Zugleich  war  mit  Einführung  des  Zuschlages ­
  auf  Muster,  bei  welchen  geringste  Garne  verwendet
wurden,  der  Unfug  eingerissen,  daß  man  ans  den  Paqueten
einfach  höhere  Nummern  angab,  um  den  Zuschlag  zu  umgehen.
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Regelung  der  Anfangs  1889  trat  der  Verband  in  offizielle  Beziehungen
frage,  zum  sogenannten  Fabrikstickerverband.  Wie  schon  früher  erwähnt,
  wurden  die  10—11,000  Fabriksticker  des  Verbandsgebietes ­
  vom  Stickereiverbande  ferngehalten.  Einestheils  waren
die  Fabrikanten  dafür,  weil  sie  fürchteten,  die  Sticker  möchten
ihnen  im  Verbände  unbequem  werden,  anderntheils  die  Einzelsticker, ­
  welche  befürchten  mochten,  sie  würden  den  Einfluß  der
Fabrikanten  im  Verbände,  sowie  in  den  einzelnen  Sektionen
            
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