Full text : Geschichte des Zentralverbandes der Stickerei-Industrie der Ostschweiz und des Vorarlbergs und ihre wirthschafts- und sozialpolitischen Ergebnisse

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und  Beschlüssen  des  Jahres  1887  wesentlich  zu  rednziren  seien.
Das  Zentralkomite  bereitete  einen  Antrag  auf  rednzirter  Basis  Drin^Vormit
  verändertem  System  für  die  Delegirtenversammlung  des
März  1888  vor.  Nach  ihm  sollten  alle  Muster  zuschlagspflichtig ­
  sein,  welche,  ans  dem  Carton  gemessen,  per  Centimeter ­
  für  den  C, U  Rapport  weniger  als  12  Stiche  en  th  a  lent
ititi)  für  die  andern  Rapporte  weniger  als  9,  sowie  jene,  welche
auf  den  Nüdlig  weniger  als  160  Stiche  ergeben.  Der  Zuschlag ­
  war  ans  75  Cts.  fixirt  bei  Stoffbreiten  von  80  cm,
ans  Fr.  1  bei  Stoffbreiten  von  80—120  cm  und  ans  ein
Plus  von  je  10  Cts.  bei  je  10  cm  mehr  Breite.  Ferner
wurde  Verdoppelung  der  Zuschlagstaxe  beantragt  für  alle
Muster,  für  welche  gröbste  Garnnummern  verwendet  wurden
(gröber  als  Nr.  40  5-fach).  Der  letztere  Antrag  traf  eine  ganze
Kategorie  Pfuschwaare  am  empfindlichsten.
Am  15.  März  berieth  die  Kaufmannschaft  diesen  Antrag.
Man  wird  auch  hier  nicht  ohne  Nutzen  einzelne  Sätze  ans
maßgebenden  Voten  herausgreifen,  wenn  mau  sich  ein  richtiges
Urtheil  bilden  will.  Wieder  war  es  der  Vorsitzende  der  Versammlung, ­
  der  energisch  ins  Zeug  ging  für  die  Vorlage.  Er
sagte  ti.  A.  :  „Arbeiter  und  Maschinenbesitzer  rufen  dringend,
„Ihr  müßt  uns  helfen  oder  wir  kommen  rückwärts",  und  es
ist  bittere  Wahrheit,  was  sie  sagen.  Im  Zentralkomite  kam
man  nach  eingehender  Berathung  zur  Ueberzeugung,  daß  unabhängig ­
  von  Sachsen  eine  Zuschlagstaxe  in  vorgeschlagener
Höhe  annehmbar  sei.  Darüber,  daß  die  Arbeitgeber  dieselbe
ertragen  können,  seien  die  gewiegtesten  Exporteure  einig."  Eine
einzelne  Stimme  aus  kaufmännischem  Lager  verlangte  größere
Zuschläge,  da  die  Medizin  allzu  homöopathisch  sei,  welche
man  dem  Arbeitnehmer  geben  wolle.  Wie  eine  Bombe  fiel
die  Erklärung  der  Kaufmannschaft  von  Herisau  in  die  Versammlung, ­
  daß  sie  in  corpore  gegen  die  Vorlage  Front  machen
werde,  da  wegen  der  Konkurrenz  von  Sachsen  und  Frankreich ­
  jede  derartige  Mehrbelastung  geringerer  Waare  uner-
            
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