182
Firenze -
Tabak, Wein, Gewebe, gesalzene Fische.
— Der Handelsverkehr betrug (in
Millionen Mark):
1877 1878
Einfuhr . . . 119.4 102,7
Ausfuhr . . . 83, a 70,o
und zwar kommen davon auf die Pro
dukte der Waldkuttnr 43,» Milt., der In
dustrie 18,3, der Viehzucht 42,5, der Jagd
und Fischerei 2,5, des Ackerbaus 2,2 Mill.
Mk. Die einzelnen Hauptländer partizi
pierten daran 1876 in folgender Weise
(in Millionen Mark):
Einfuhr Ausfuhr
Rußland 53,6 32,8
Deutschland 22,o 4,2
Großbritannien.... 10,7 14,o
Schweden und Norwegen 6,5 4,6
Reederei und Schiffahrt bilden in
F. seit alter Zeit einen nationalen Er
werbszweig; die finnische Flotte zählte
1878: 1997 Schiffe (darunter 30 große
Scedampfer) von 302,796 Ton. Von den
zur See nach F. ein- und ausgehenden
Waren tvnrden bis 1877 etlva 70 Proz.
auf finnischen und nur 30 Proz. auf aus
ländischen Schissen verfrachtet. 1878 liefen
ein: 8460 Schiffe von 624014 Tonnen
aus: 8649 - - 629861
Dampferlinien bestehen mit Peters
burg, Stockholnl, Lübeck, Reval, Hull,
Stettin, ebenso auch ans den Seen und
Kanälen. Von den Kanälen stub die
wichtigsten: der Saünakanal (59 km)
mit 28 Schleusen aus dem Sa'ünasee nack
dem Golf von F.; kürzer sind der Kon-
nus-, Taipale-, Wianto-, Nerkko-, Lem
pas- u nd Walkiakoskikanal. — Die E i s e n -
bahnen hatten 1879 eine Länge von 873
km, in welchen ein Kapital von 64 Mill.
Mk. angelegt ist. Sämtliche Bahnen
sind mit Ausnahme der Linie Borgä-
Kervo Eigentum des Staats; Reinertrag
1878: li,2 Mill. Mk. Das Telegra
phenamt ressortiert von der russischen
Regierung; 1877 wurden in 65 Bu
reaus 219,258 Depeschen, in 114 Post-
bnreans 2,650,769 Briefe und Postkarten,
3,734,416 Zeitungen und Wertsendungen
im Betrag von 73,7 Mill. Mk. befördert.
Konsulate. Ein Berufskonsnlat be
steht in Helsingfors, Handelskonsulate in:
- Fiume.
Abo, Björneborg, Elenas, Kristinestad,
Nikolaistad, Nhkarlcby, Ulcäborg, Wi-
borg, Konsularagcnturcn in: Brahestad,
Gainlakarlcbh, Helsingfors, Jakobstad,
Kotka, Nhstad, Ramno, Tammerfors.
Finanzen. Nach der Abrechnung von
1877 balancierten Einnahmen und Aus
gaben mit 31,9 Mill. Mk. Hauptposten
der Einnahmen: Zölle 9,2 Mill., Eisen
bahnen 6 Mill., Branntweinsteuer 3,6,
Grundsteuer 2,3 Mill. Mk.; der Aus
gaben: Eisenbahnen 5,2 Mill., Schuld
3,2 Mill. Mk. Die Besoldungen der Geist
lichen sowie einiger Civilbeamten werden
teils von den Gemeinden, teils vom Er
trag dafür bestimmter Domänen bestrit
ten. — Die Staatsschuld wurde haupt
sächlich für Eisenbahnbauten aufgenom
men, doch auch für andres, so 5,i Mill.
Mk. für Ablösung der Lehnsgüter im
Gouvernenient Wiborg. Die Gesamt-
schuld betrug 1. Jan. 1879: 47 Mill. Mk.
— Kreditwesen. Es bestehen drei Ban
ken : die Bank von F. (Kapital: J 2 Mill.
Mk.)nnddieVcreinSbank(3,9Mill.Mk.),
beide emittieren Noten; außerdem die
Nordische Aktienbank (Kapital: 6,6 Mill.
Mk.). Die Bank von F. ist StaatSanstalt
in Verwaltung der Stände; sie hat ihren
Sitzen Helsingfors und Zwciganstalten
in Abo, Wiborg, Wasa, Uleäborg und
Kuopio. — Die seit 1. Jan. 1859 einge
führte Wechselordnung ist im wesent
lichen gleich der deutschen. — Geld,
Maße, Gewichte. Durch Gesetz vom
9. Aug. 1877 wurde die Goldwährung
eingeführt. Die Mark ist die Einheit und
einem französischen Frank völlig gleich.
Maße und Gewichte sind die alten schwe
dischen.
Firenze, s. Florenz.
Fiume, Freihafen im Gebiet der unga
rischen Krone, am Quarnerobusen des
Adriatischen Meers und an den Bahn
linien Laibach - F. und Karlstadt-F.; Sta
tion der Dampfer des Österreichisch-Un
garischen Lloyd und der Eunard- Linie;
(1869) 13,314 Einw. Deutsches Konsulat
(Amtsgebiet: F. und die Häfen Buccari
und Porto Rê); Hauptzollamt; Handels
und Gewerbekammer, Handels- und Wech-
selgericht; Filiale der Österreichisch-Unga-