Full text: Lexikon der Handelsgeographie

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Fraserburgh 
Vili. Geld, Make und Gewichte. 
Bis 1803 bestand in F. reine Silber- 
währung; damals wurde Doppelwährung 
mit der Wcrtrelation 1:15Vs eingeführt. 
DiebeständigcnFlnktuationen veranlaßten 
F., zunächst mit Belgien, Italien und der 
Schweiz 23. Dez. 1865 einen Münzver- 
trag auf zwölf Jahre zu schließen, dem spä 
ter Griechenland beitrat. Dieser Vertrag 
bildet die Grundlage des lateinischen 
M ü n z bund ö. Danach herrscht Doppel 
währung. Der Frank wird mit dem Fein 
gehalt von 9 /io aus 5 g Silber oder ans 
dem 20. Teil von Gasici g Gold aus 
geprägt; es besteht daher die gesetzliche Re 
lation von 1:151/2. Währungsgeld sind 
das silberne Fünffrankstück und die Gold 
münzen zu 5 Fr. — 1,61200 g Gold, 
10 Fr. — 3,22580 g Gold und 20 Fr. — 
6,451« g Gold. Seit 1876 sind die Silber- 
ausprägungen ganz eingestellt worden. 
Maße und Gewichte sind die me 
trischen. Der Meter ist der zehnmillionste 
Teil des Erdquadranten zwischen Äquator 
und Nordpol. Die Normaletalons dieses 
Meters und des daraus abgeleiteten Kilo 
gramms sind auö Platiu gefertigt und im 
Staatsarchiv zu Paris niedergelegt. Die 
Einteilung ist rein decimal: 1 Meter — 
10 Decimeter oder 100 Centimeter oder 
1000 Millimeter. Der Quadratmeter 
ist die Grundlage der Flächenmaße (100 
Quadratmeter — 1 Ar), der Kubikmeter 
die der Körpermaße und Gewichte (1 Kn- 
bikdecimeter—1 Liter), das Gewicht eines 
Liters destillierten Wassers im luftleeren 
Raum bei 4° C. — 1 kg. 
Fraserburgh (for. frchserbörgh), Hafen 
platz in der schott.Grafschaft Kinnaird, an 
der Nordsee; (i87i) 4552 Einw. Deutsche 
Konsularagentnr. Heringsstscherei. 1880 
liefen 39 deutsche Schiffe ein, 37 mit He 
ringen , 2 in Ballast aus. 
Frcdericia (F r i d e r i c i a), dän. Hafen 
stadt in Jütland, am Kleinen Belt und an 
der Jütlandbahn; (isso) 8275 (Siimi. Deut 
sches Konsulat. Viehhandel. 1879 ver 
kehrten hier 182 Schiffe (36 deutsche) von 
13,720 ^11. 
Frederikshald (Friedrichshall), 
Hafenstadt im norweg. Amt Smaalenene, 
— Freiburg. 
an der Bahn Christiania-F.-Dalsland; 
(1876) 96 72 Einw. Deutsches Vicekonsnlat 
für den Zollstättedistrikt F. Holzhandel. 
1879 verkehrten hier 82 deutsche Schiffe 
von 9063 Ton. 
Freverikshatm, dän. Hafenstadt in 
Jütland, am Kattegat u. dcrJütländifchen 
Bahn; (1880) 2891 Einw. Deutsches Kon 
sulat (Amtsbezirk: Gebiet des HardehornS, 
Gemeinde Dronninglund, Ostküste von 
Hjörnig mit Stagen und Lafö). Austern- 
fang und Seefischerei. Die Einfuhr wer 
tete 1879: 975,300 Mk., die Ausfuhr 
4,867,300 Mk. 1880 verkehrten hier 19 
deutsche Schiffe von 1770 Ton. 
Frederiksstad, Hafenstadt im norweg. 
Amt Smaalenene, an der Mündung des 
Glommen in den Christianiafjord und 
der Eisenbahn Christiania-Frederikshald; 
(1876) 9672 Einw. Deutsches Vicekonsu- 
lat. Lebhafter Verkehr mit Deutschland; 
156 deutsche Schiffe von 12,954 Ton. be 
suchten 1879 den Hafen. Aus Deutschland 
werden Baumwoll-, Leinen- und Wollwa- 
ren, Tabak, Malz, Maschinen, Hopfen rc. 
eingeführt; dahin gingen 1878: 14,166 
Ton. Holz, auf das von einer Gcsamtauö- 
snhr von 7 Aiill. Mk. 6,9 Mill. entfallen. 
Freetown (for. fnhtaun), Hauptstadt der 
brit. Kolonie Sierra Leone, an der West 
küste von Afrika; Station der Dampfer 
der African Steamship Co., Brit. African 
Steamship Co., Cape of Good HopeSteam- 
ship Co. ; 10,500 Einw. 
Freiberg, Berghauptstadt des König 
reichs Sachsen, an den Eisenbahnen Dres 
den-Chemnitz und Nossen-Brüx; (isso) 
25,431 Einw. Vorschutzbank; Handelsge 
richt, Hanptstcueramt. Wichtigste Erwerbs 
quelle ist das Berg- und Hüttenwesen, das 
in der Gesamtzeit seines Bestehens ca. 
1000 Mill. Mk. eingebracht hat. 
Freiburg, Hauptstadt des gleichna 
migen badischen Kreises, an der Verei 
nigung der Bahnlinien Heidelberg-F.- 
Basel'und F.-Breisach-Kolmar; (isso) 
37,253 Einw. Reichsbanknebenstelle, Fi 
liale der Rheinischen Kreditbank, Gewerbe- 
bank (eingetragene Genossenschaft). An 
sehnliche Industrie. ZweiMessen(19.April 
und 8. Nov., jede 6 Tage), Vieh-, Frucht- 
nnd Holzmärkte. Handel mit Wein.
	        
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