Full text : Lexikon der Handelsgeographie

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Italien  (Urproduktion:
Behörde  eine  Abgabe  von  320  Mk.  von
jeder  Barke-  Haupthäfen  für  den  Verkaufsind: ­
  Genua,  Livorno,  Neapel.  Auster
dem  Produkt  der  italienischen  Korallensischerei
  führte  I.  1879  für  8.8  Mill.  Mk.
roher  Korallen  ein,  während  es  für  26,4
Mill.  Mk.  bearbeitete  Ware  exportierte.
Die  W  al  düngen  Italiens  sind  reich
an  den  verschiedensten  Erzeugnissen.  Vortreffliche ­
  Gerbstoffe  liefern  die  Rinden
der  Eichen,  lllmen  und  Granatbäume,
die  Galläpfel,  die  Blätter  der  Myrte  und
des  Mastirbaumö.  Der  Export  solcher
zur  Gerberei  und  Färberei  geeigneten
Materialien  hatte  1878  einen  Wert  von
nahe  an  11  Mill.  Mk.  Auch  der  Export
bon  Wafo^c  (1878  für  2,5  M.  m.)
ist,  nennenswert;  aber  trotz  dieses  Waldreichtums, ­
  der  ein  Areal  von  5,147,353  ha
(204,092  lia  ©taatöforßm,  2,225,682  Im
Forsten  von  Kommunen  und  Korporationen, ­
  2,717,579  Im  Privatforsten)  umfaßt,
hatte  der  Handel  mit  gewöhnlichem  Holz
1878  folgende  Werte  (in  Millionen  Mark):
Einfuhr  Ausfuhr
1877:  36,3  6,2
1878:  23,o  8,2
Zu  den  wertvollen  Erträgen  des  Waldes
sind  noch  Kork,  Bast  zu  Hüten,  Wurzeln ­
  zu  Bürsten  u.  a.  zu  rechnen.
DerBergbau  stand  ehemals  auf  hoher
Stufe,  ist  aber  im  Lauf  der  Zeit  in  Verfall ­
  geraten,  obschon  die  Schätze  des
Mincralrcichs  sehr  große  sind.  Von  Belang ­
  sind  heute  nur  die  Schwefelgcwinnung
  und  der  Salinenbetrieb.  Schwefel
kommt  in  Sicilien  in  mächtigen  Lagern
vor,  besonders  in  den  Provinzen  Calt'anisetta
  und  Girgenti;  außerdem  wird  derselbe ­
  aber  auch  in  Forli,  Pcsaro-llrbino,
Avelline  und  Rom  gefunden.  1873  betrug
die  Produktion  280,211  Ton.  im  Wert
von  27,6  Mill.  Mk.,  wovon  ca.  250,000
ails  Sicilien  kamen.  Die  Zahl  der  in  den
Schwefelgruben  beschäftigten  Arbeiter  be-^ef
  sich  auf  22,817.  Fast  die  ganze  produzierte ­
  Menge  gelangt  zum  Export,
>879  für  19,2^Mill.  Mk.,  während  alle
Schwcfelpräparate  importiert  werden,
à  îe  Salzgewinnung  ist  eine  sehr
ausgedehnte',  namentlich  die  von  Secsalz
^"s  Sardinien,  Sicilien  und  Elba,  in

Forstwirtschaft,  Bergbau).
den  Provinzen  Emilia,  Bari  und  Rom
WM  330,000  So,,.);  %
Quellsalz  gibt  es  nur  zwei:  zu  Volterra
und  Salsoinaggiorc,  mit  jährlicher  Produktion ­
  von  11,500T.,  und  8000T.  Steinsalz ­
  werden  jährlich  in  Kalabrien  gefördert ­
  Mit  Ausnahme  von  Sardinien  und
Sicilien  gilt  im  Königreich  das  Salzmonopol. ­
  Die  Ausfuhr  belief  sich  1878  auf
1,2  Mill.  Mk.  Gold  wird  in  Bergwerken
in  Piemont  (Monte  Rosa)  gefunden  und
S  i  l  b  e  r  aus  silberhaltigen  Bleierzen  auf
der  Insel  Sardinien,  in  den  Provinzen
Genua  und  Lucca.  Die  Produktion  war
1873:  Gold  450,  Silber  3500  kg.  Die
Ausfuhr,  namentlich  von  Münzen,  ist  dabei ­
  jüngst  stark  gestiegen.  1878  betrug  (in
Millionen  Mark):
Einfuhr  Ausfuhr
Gold,  roh  ...  5,s  4,2
Goldmünzen  .  .  3,o  I2,i
Silber,  roh.  .  .  2,7  18,2
Silberinünzen.  .  0,3  2,y
Von  Bleierzen  wird  am  meisten  im  Bezirk ­
  Iglesias  gefunden,  und  zwar  betrug
die  Förderung,  welche  seitdem  gestiegen
ist,  1873:  33,283  Ton.  im  Wert  von  5,8
Mill.  Mk.  In  den  Gruben  waren  5100
Arbeiter  beschäftigt.  Für  Zink  ist  ebenfalls ­
  der  Bezirk  Iglesias  von  größter  Bedeutung, ­
  wo  durch  3657  Arbeiter  79,047
Ton.  Erz  gefördert  wurden.  Quecksilber
gewinnt  man  im  jährlichen  Betrag  von
55,200  kg  in  den  Provinzen  Bcllun'o  und
Grosscto.  Der  Kupferbergban  ist  sehr  alt
und  liefert  ein  wegen  seiner  Reinheit  sehrgeschätztes
  Metall.  Er  wird  namentlich
iil  Venetien,  Piemont  und  Toscana  betrieben ­
  und  gibt  einen  Jahresertrag  von
600,000  kg.  Eisenerze  besitzt  I.  in  großer
Fülle  und  von  vorzüglicher  Qualität  in
den  Provinzen  Bergamo,  Brescia,  Como,
Turin,  Novara,  auf  Sardinien,  vornehmlich ­
  aber  auf  Elba.  Daß  die  Erzeugung
von  Roheisen,  Gußeisen,  Stahl  rc.  sehrgering
  ist,  erklärt  sich  ans  dem  Mailgel
an  Brennmaterial.  Steinkohle  findet  sich
nnr  bei  Udine,  doch  ist  das  dortige  Lager
von  keiner  Bedcutlmg;  dagegen  finden  sich
Braunkohlenablagcrungen  '  in  größerer
Zahl.  Die  Produktion'  von  Kohle  belief
sich  aber  1875  auf  nur  101,640  Ton.  und
            
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