Full text : Lexikon der Handelsgeographie

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Luanda  —  London.

den  Eisenbahnlinien  Genua-L.  undN'izza-L.;
  (1878)  97,908  Einw.  DeutschesKonsulat ­
  (Amtsbezirk:  L.,  Lucca,  Pisa,  Porto
Ferraio,  Porto  Santo  Stefano,  Spezia
und  Viareggio);  Banca  Nazionale,  Handelskammer, ­
  Handelsgericht;  Zolliiispektion,
  Hauptzollamt  mit  vier  Nebenzollämtern.
  —  L.  ist  Mittelpunkt  der  bedeutendsten ­
  Speditions-  und  Wechselgeschäfte  zwischen ­
  Italien  und  derLevante.  1877  liefen
ein:  4501  Schiffe  von  1145038  Tonnen
aus:  4415  -  -  1064201
darunter  1840  Dampfer  mit  969,014  T.
Von  deutschen  Schissen  verkehrten  1879
hier:  8  Segelschiffe  von  972  T.  und  34
Dampfer  mit  30,700  T.  Zur  Zollbehandlung ­
  kamen  1877  in  Einfuhr  59,7  Mill.,
Ausfuhr  45,5  Mill.  Mk.  Hauptauöfuhrartikel
  sind'.Olivenöl,  Strohhüte,  Hadern,
Hanf,  Marmor  u.  Marmorwaren,  Konfitüren ­
  u.  Konserven,  Droguen,  Chemikalien
(Borarsäure  u.  a.),  Geflechte  aus  Stroh
und  Esparto,  Korallen  und  Korallenarbeiten,
  nach  Deutschland  besonders  Wein,
Chemikalien,  Marmor  und  Alabaster.
Haupteinfuhrartikel:  Wein  (Frankreich),
Spiritus  und  Branntwein  (Deutschland
u.  a.),  Petroleum  (Amerika),  Getreide
(Rußland),  Kolonialwaren,  Zucker  (Holland), ­
  Eisen  und  Eisenwaren,  Maschinen
und  Werkzeuge,  Baumwollgarn  und
Baumwollwaren  (England).  —  Platzgebräuche. ­
  Speiseöl  verkauft  man  nach
der  Kruke  (Coppo)  von  70  kg  netto,  desgleichen ­
  in  Kisten  von  30  Fläschchen,  Marsalawein ­
  für  das  Faß  von  112  engl.  Gallons, ­
  ausländische  Weine  u.a.  in  Originalgebinden. ­
  Man  berechnet  die  wirkliche
Tara,  bei  Getreide  aber  5  Proz.  Verkäufe
auf  6  Monate  Kredit  oder  mit  3  Proz.  Diskont ­
  gegen  bar.  Wechselkurse  wie  in
Genua,  doch  notiert  man  auch  auf  Triest.
Loanda,  s.  Angola.
Loango,  Landschaft  an  der  Westküste
von  Südafrika;  ca.  800,000  Einw.
Größere  Ortschaften  sind  L.  und  Kabinda,
welche  indes  gegen  die  zahlreichen  von
den  Niederländern  hier  neuerdings  errichteten ­
  Handelsfaktoreien  weit  zurückstehen.
Hauptausfuhrprodukte  sind:  Palmöl,
Gummi,  Elfenbein.
Lodi,  Stadt  in  der  itak.  Provinz

Mailand,  an  der  Bahn  Mailand-Ancona;
(1878)  25,506  Einw.  Handels-  und  Gewerbekammer; ­
  Nationalbank,  Volksbank.
Mit  dem  auf  den  benachbarten  Weiden
erzeugten  Parmesan-  und  Stracchinokäse
wird  ausgebreiteter  Handel  getrieben.
Lodz  (spr.ludfch),  Fabrikstadt  im  russische
poln.  Gouvernement  Piotrkow,  an  der
Bahn  Warschan-L.;  (1879)  120,000  Einw.
(70,000  Arbeiter).  Ressort  des  deutschen
Konsuls  in  Warschau;  Filiale  der  Bank
von  Polen,  Handelsbank  in  L.;  Transportgesellschaft ­
  Nadcshda.  —  Großartige
Wollindustrie  in  (i879)  96  Etablissements
(Produktionswert  35  Mill.  Mk.),  500
Baumwollfabriken  mit  12,000  Arbeitern
(Produktionswert  70,4  Mill.  Mk.),  darunter ­
  die  kolossale  Fabrik  von  Scheibler;
Fabriken  für  Leinwand,  Seiden-  und
Halbseidenwaren  rc.
Loir  (spr.  loahr),  Fluß  im  nordwestlichen
Frankreich,  der  oberhalb  Angers  in  die
Sarthe  mündet.  Er  ist  310  km  lang  und
von  Chateau  du  Loir  an  114  km  weit  mittelst ­
  40  Schleusen  fahrbar.
Loire  (spr.  loahr),  der  bedeutendste  Fluß
Frankreichs,  1002  km  lang,  wird  bei
Retournât  (Departement  Oberloire)  flößbar, ­
  bei  Noirie  (Departement  L.)  für
Flußschiffe  und  bei  Nantes  für  Seeschiffe
fahrbar.  Bei  Nantes  ist  sie  1900  m  breit,
und  die  Flut  steigt  30  km  oberhalb  Nantes ­
  hinauf,  doch  wachsen  die  Sandbänke
an  der  Mündung  von  Jahr  zu  Jahr;  so
verliert  Nantes  seinen  Rang  als  Seehafen
immer  mehr  an  St.  Nazaire.  Die  L.  ist
mit  der  Saône  durch  den  Canal  du  Centre
verbunden,  mit  der  Seine  durch  die  Kanäle ­
  von  Briare,  Orleans  und  Loing  und
mit  dem  Hafen  von  Brest  dlirch  den  359
km  langen  Kanal  von  Nantes  nach  Brest,
während  der  Kanal  von  Berci  mittelst  dcö
Cher  den  obern  Lauf  der  L.  mit  ihrem
untern  verbindet  und  dadurch  ihren  großen
Bogen  bei  Orleans  abschneidet.  Der
Canal  lateral  à  la  L.  folgt  dem  Lauf  des
Flusses  selbst  von  Digoin  (im  Anschluß
an  den  Kanal  nach  Roanne)  bisuntcrhalb
Châtillon,  wo  er  sich  nach  einer  Länge  von
197  km  mit  dem  Briarekanal  vereinigt-London
  (Ipr.  lond^ii),  die  Hauptstadt
Englands  und  des  brit.  Reichs,  zu  beiden
            
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