Full text: Lexikon der Handelsgeographie

Lourenco Marquez — Lübeck. 
der kommerzielle Mittelpunkt. Die 20 
Bierbrauereien (viele deutsche) verkauf 
te» 1879: 120,000 Fässer Bier für 
3.654.000 Mt.; 13 Gerbereien konsumier- 
teil 150,000 Häute und verkaufte» für 
50,4 SRI Beber, 37 ©aOeb imb ®e= 
schirrfabriken für 10,5 Mill. Mt. Ware, 
40 größere, »lit Danipf betriebene Schuh 
fabriken für 4,2 Mill. Mk. Auster diese» 
Artikel» werde» uanieutlich Hanf ». Mehl 
exportiert. Der Gesamtumsatz im Clear- 
Whouse betrug 1878:880,52 Mill., 1879: 
4074,36 Mill. Mk. — Platzgebräuche. 
Mau verkauft Pökelschweinefleisch (mess 
Pork) »ach dem Fast vv» 200 Pfd. netto, 
^ņdres Schweinefleisch und Schinken für 
4 Pfd. und inkl. Kiste, Speck und Schwei 
nefett für 1 Pfd., Schweine für 1 Pfd. 
pendes Gewicht, Tabak für 100 Pfd. 
Wechselkurse wie in New Pork. 
. Lliurenşo Marquez, Hauptstadt der 
portug. Koloiiie an der Delagoabai und 
Ater Hafen an der afrikanischen Ostküste. 
Station der Union Steamship Co.(South- 
ampton). Deutsches Konsulat. Der Haii- 
(r tvurde durch die Zulukriege sehr ge 
bart, die Einfuhr von Gewehren, Pulver 
und Blei auf Andringen der englischen Re- 
gterung verboten, und so betrug 1879 die 
Einfuhr nur 762,255 Mk.. die Ausfuhr 
412,177 Mk. Hauptein fubrartikel aus 
Deutschland sind: Rum, Tabak, Cigarren, 
Eisenwaren, Holz, Bier, Wein jährlich 
400.000 Mt.; sonst werden noch einge 
führt Mauufatturwareu. Hauptausfuhr- 
artikcl sind: Erdnüsse, Felle, Gergeliu, 
Wachs und Elfenbein. Es liefen 1879 ein: 
23 Schiffe, darunter 2 deutsche. — Geld. 
Die gewöhnlichste Münze ist der englische 
Sovereign, wenig Silber; cs laufen aber 
letzt viel Mosambik-Bauknoten um, welche 
die Regierung einführt, um Geld zum 
Bau der Eisenbahn bis zur Grenze voir 
Brausvaalzu beschaffeu.Vgl.M o sa m b i k. 
Löwen (niederländ. Leuven, franz. 
Louvain), Stadt in der belg. Provinz 
Brabant, an der von hier bis Mecheln 
kanalisierten Dyle, Kreuzungspunkt meh- 
rerer Eisenbahnen; (i878) 34,664 Einw. 
Ģllale der Nationalbank; Fabrikation 
von Spitzen und Tuch, bedeuteilde Braue 
ten, Handel mit landwirtschaftlichen 
307 
Lowestoft (spr. lohsstoff), Hafenstadt in 
der engl. Grafschaft Suffolk, an der Great 
Eastern-Bahn; (i87i) 15,246 Einw. Deut 
sches Vicekonfulat; National Provincial 
Bank of England; Schiffsverkehr 1878: 
195,034^011.(1879:9 deutsche). DicStadt 
besäst 1874: 388 Seeschiffe; Wareneiilfuhr 
4/1 Mill. Mk., -Ausfuhr 318,720 Mk. 
Lohalty-Jnseln, s.Neukaledouicn. 
Lübeck, deutscher Freistaat im Norden 
Deutschlands, bestehend aus einem abge 
schlossenen Ganzen und einzelnen Enklaven 
iu Laueuburg, im Fürstentum L. (Olden 
burg) und Mecktenburg-Strelitz; 283 qkm 
(5,1 QM.) groß mit (isso) 63,448 Einw 
Die Stadt L. mit (isso) 50,975 Einw. ist 
Sitz der Konsulate für: Belgien, Bolivia 
(m Bremen), Brasilien, Chile, Däne 
mark, Griechenland und Merito (in Ham 
burg), Niederlande, Österreich, Rußland, 
Schweden-Norwegen, Venezuela, von deut- 
schcnStaaten : Bayern,Mecklenburg-Stre 
etz, Oldenburg, Preußen, Württemberg; 
Handelskammer, Gewcrbekammer,Verein 
des Getreidchaudels und Schiedsgericht 
desselben, Handelsgericht, Wettegericht für- 
gewerbliche Angelegenheiten, Kommissiou 
für Handel und Schiffahrt; Börse. —Die 
Hauptzweige derJ n d u st r i e sind : Brannt 
weinbrennerei, Bier- und Essigbrauerei 
Tabakfabrikatiou (Cigarren) und Seifen 
siederei. Weit wichtiger sind Schiffahr t 
und Handel. L. ist ein wichtiger Spe 
ditionsplatz für die Ostsee und vermittelt 
iu großartigem Maßstab den Handel zwi- 
chcn Hamburg und dem Innern Deutsch 
lands einer- und den Ostseeküsten ander 
seits. Wie stark beide, Segel- und Dampf- 
chissahrl, namentlich aber die letztere, iu 
der jüngsten Zeit zugenommen haben, ist 
aus folgeudenl ersichtlich. Es kamen an: 
Jahr 
Segel 
schiffe 
Kubik 
meter 
Dampf 
schiffe 
Kubik 
meter 
1850 946 190749 207 110378 
1870 1240 237220 454 187925 
1880 1300 292605 1014 597944 
Es kamen also im letzten Jahr an: 2314 
Seeschiffe von 890,549 cbm, es gingen 
ab: 2358 Seeschiffe von 909,949 cbm 
20*
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.