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Luxor — Lyon.
Mk-, die tells in sechs Werke» zu 261,236
L. Nohelsen (8,645,968 Mk.) und Eisen
waren (247,598Mk.) verarbeitet, teils nach
Belgien und Preußen ausgeführt werden.
Hauptbestandteil der Einfuhr bildenKokö,
Steinkohlen, Cerealien. — Die Länge der
Eisenbahnen war 1880:308 km. Die Post
beförderte 1878 in 55 Ämtern 4,303,000
Sendungen; Einnahmen 294,860, Aus
gaben 280,950 Mk. Die Telegraphenlinien
hatten 1878 eine Länge von 310 km. —
Die Finanzen ergeben stets Überschüsse.
Fur 1880 berechnet das Budget die Ein
nahmen auf 5,o Mill. Mk., die Ausgaben
auf 5,7 Milt. Mk. Die Staatsschuld, fast
ausschließlich für Eisenbahnbautcn kon
trahiert, beträgt 9,« Mill. Mk.
Die gleichnamige Hau pt st a dt, an der
Wilhelms- und Prinz Heinrich-Bahn, mit
0875) 15,954 Einw., hat kommerziell und
mdustrlell wenig Bedeutung. Handels
kammer; Banque Nationale, Internatio
nale Bank. Jährlich zwei Messen (am
Donnerstag und Freitag der Osterwoche
und im September) für Wollzeuge imb
gegerbtes Leder.
Lux or, Dorf in Oberägypten, am rech
ten Nilufer; deutsche Konsularagentur,
reflortiert von Kairo.
Luzon, s. Philippinen.
LynnRegis(spr.lm»-rldichis,auchKing's
Lynn), Stadt in der engl. Grafschaft Nor
folk, an der Mündung der Ouse und der
Great Eastern-Bahn; (mi) 16,562 Einw.
Deutsches Vicekonsulat für L., Wiöbeach,
Boston und Wells; London aud Provincial
Bank. Zuin Hafen gehörten 1874: 100
Schiffe. Die Einfuhr wertete 12,858,260
Mk., die Ausfuhr 4,077,740 Mk.
Lyon (spr. liong), Hauptstadt des franz.
Departements Rhône und nächst Paris
die wichtigste Stadt Frankreichs, am
Zusammenfluß des Rhone und der
Saône und der Paris-L.-Mittclmecr-
Eisenbahn sowie der Ostbahn; 0.876)
322,612 Einw. Münzstätte; Handels
kammer, Handelsgericht, Fabrikgericht
fur die Fabrikation von Seidenwaren,
Strumpfwaren und Tüll, Hutwaren und
vergoldeten Waren (Golddraht); Kondi-
tlomerungsanstalt für Seide; Entrepot
I"r dre Kolonialwaren und die erlaubten
fremden Waren; Entrepot für die nicht
erlaubten Waren; Entrepot für Salz;
Börse, Filiale der Bank von Frankreich,
Credit Lyonnais, Comptoir d'Escompte
de Paris, Société generale. — Unter allen
Industriezweigen steht die Seidenin-
dustric obenan, sic beschäftigt über 100,000
Webstühle (5—6000 mechanische) ; auf die
Stadt selbst kommen 33,000, die übrigen
beflndcn sich auf Rechnung Lyoner Fabri
kanten in den Departements Ain, Isère,
Loire, Saône-et-Loire, Drôme, Ardèche
und Savoyen. Die Seidenfärberei be
schäftigt 1500 Arbeiter, die Posamenterie
44 Unternehmer mit ca. 800 Stühlen.
In Verbindung damit steht derMaschinen-
bau mit 12 Konstruktionswerkstätten und
10 großen Kesselschmieden. Unter den
übrigen zahlreichen Industriezweigen sind
hervorzuheben: die Eisenindustrie-Eta
blissements mit 9000 Arbeitern, 80 Hut
fabriken mit einer Jahresproduktion voir
450,000 Hüten, 15 Bierbrauereien, Fa
briken fiir Buntpapier, für unechten
Schmuck von einem Erzeuqungswert von
7 /» Mill. Mk. rc. — Der Handel wird
unterstützt durch die günstige Lage am -Zu
sammenfluß von zwei schiffbareir Flüssen
und dem Kreuzungspunkt der Straßen
zwischen dem Mittelmeer, dem Innern
Frankreichs, der Schweiz und Italien-
Hauptobjekt desselben ist Rohseide. 1879
wllrdcn verwogcu 1,491,465 kg und kon
ditioniert 3,032,028 kg. Die Seide wird
bezogen aus Frankreich, Italien, der Le
vante, Indien, China, Japan. Haupt-
abnehrner der fertigen Seidenwaren sind
nebst Frankreich besonders England (für
108 Mill. Mk.) und die Vereinigten
Staaten (fiir 107 Mill. Mk.). Das all
gemeine Seidenmagazin (Magasin gé
néral des soies de L.) tariert und
garantiert auf eine Zeit von nicht über
90 Tagen gegen höchstens Vs Proz. Kom
mission die im Magazin niedergelegteRoh-
seide; die Garantie darf aber vier Fünftel
des Werts nicht überschreiten. In dem
Golddrahtverifikationöbnreau wird die
Feinheit der für die Bortenwirkerci zu ver
wendenden Goldbarren geprüft und kon
statiert und werden dieselben dann in
gestreckter Form den Golddrahtziehern und