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Saint John — Saint Lonis.
Vi I
dclskammer; Filiale der Bank von Frank
reich, Société generale. — Das Kohlen
becken, dessen Mittelpunkt S. bildet, hat
eine Ausdehnung von 32 km in der Länge
ilnd 8 km in der Breite, ist das reichste in
ganz Frankreich und liefert meist ausge
zeichnete Steinkohle (1873 durch 16,MO
Arbeiter über 38 Mill. Ctr.). Daran
schließt sich die metallurgische Industrie
mit großen Eisenwerken, Bessemer- und
Martinstahlhütten, Schienenwalzwerken,
Fabrikation von Waffen, besonders Schuß
waffen, Kriegsmaterial, Panzerplatten rc.
S. besitzt eine Konditionierungsanstalt für
Seide, in welcher 1879:189,769 kg kon
ditioniert wurden; netto verwogen wur
den 1878: 259,648 und 1879:' 193,997
kg. Nächst Lyon ist S. der wichtigste Platz
für Seide in Frankreich. Diese Industrie
beschäftigt 1t),000 Stühle und liefert jähr
lich Waren im Wert von 52 Mill. Mk.
Saint John (spr. fftttnt dschonn), Hafen
m der fernab. Provinz Nenbraunschweig
in Britisch-Nordamerika, mit ausgezeich
netem, nie durch Eis gesperrten Hafen,
Station der Dampfer der Anchor-Linie;
(187!,) 29,009 Einw. Deutsches Konsulat
(Amtsbezirk: die Grafschaften Westmore
land, Albert, S., Charlotte); Bank of
New Brunswick, Bank of Montreal. —
Haupterwerbszweige sind Fischerei, Schiff
bau und Holzhandel, welcher aber in letz
ter Zeit sehr gelitten hat. Die Ausfuhr
von Holz bestand 1880 in 259,944 Ton.
Dielen, 10,035 T. Birken- und 2444 T.
Tannenholz. In S. und den übrigen
Häfen von Nenbraunschweig liefen 1880
ein und aus: 7deutsche Schiffevon4242T.
Im Hafen wurden registriert 41 Schiffe
von 14,014 T., und es gingen nicht weni
ger als 34 Schiffe von 15,409 T. verloren.
Saint Johttö (spr. ssennt dschöhiis),
Hauptstadt der brit. Insel Neufundland,
an der Ostküste, mit vortrefflichem Hafen,
Station der Dampfer der Allan-Linie;
0872) 22,553 Einw. Deutsches Konsulat
(Amtsbezirk: S. und Harbour - Grace);
Union Bank of New Foundland. Haupt-
^fchäftigung sind Seefischerei und Handel.
1880 wurden ausgeführt: Stockfische für
24,2 Mill. Mk., Robbenthran für 3,3,
Kupfererz fur 2,5 Mill. Mk., ferner Stock
fischthran, Robbenfelle, Salme, Heringe,
Präservierte Hummern u. a., zusammen
im Wert von 35,655,460 Mk.
Saint Kitts (spr. Rennt kitts, Saint
Christopher), britisch-westind. Jnsel der
Kleinen Antillen, mit Anguilla 267 qkm
(4,85 QM. ) und (1871) 28.169 Einw. Pro
dukte sind: Zucker (Export 1877:107,353
Ctr.), Rum und Melasse. Die Einfuhr
betrug 1878: 3,462,340 Mk., die Ausfuhr
4,049,680Mk. ; Schiffsverkehr57,000Ton.
Das Kolonialbudget zeigte in Einnahme
640,680 Mk., in Ausgabe 616,340 Mk.;
Kolonialschuld 94,000 Mk.
Saint Louis (spr. ssemit Nus), 1) wichtigste
Handelsstadt des nordamerikan. Staats
Missouri, am rechten Ufer des Mississippi,
32 km unterhalb der Mündung des Mis
souri und 1863 km (dem Stromlanf nach)
oberhalb New Orleans, Knotenpnnkt
zahlreicher Bahnen (S.-Chicago, S.-
Cincinnati); durch eine 680 m lange
Brücke mit drei Bögen, von Eadö 1869—
4871 für 40 Mill. Mk. errichtet, mit East
S. verbunden; fisso) 375,000Einw., wor
unter 59,000 Deutsche. Deutsches (Be
rufs-) Konsulat (Amtsbezirk: Missouri,
Kansas, Colorado, Neumeriko, Arkansas,
Tennessee, Mississippi, Louisiana, Teraö,
Indian Territory sowie die Counties
St. Clair, Madison und Monroe des
Staats Illinois); Handelskammer, Zoll
amt Clearinghouse (Umsatz 1879:2350,7t
Mill. Mk.); zahlreiche Banken, darunter
Empire Bank of S., Fourth National
Bank. — Als Fabrikstadt nimmt S.
einen hervorragenden Rang ein; 1870
zählte man bereits 4579 gewerbliche An
stalten mit 40,856 Arbeitern und einem
Produktionswert von 436 Mill. Mk., der
1874 schon auf 960 Mill. Mk. gestiegen
war. In der Vorstadt Ca ra n d ole t 'be
finden sich großartige Walzwerke, Gieße
reien, Eisen- und Zinkhütten. Man
zählte 30 Kornmühlen; es gibt großartige
Schweineschlächtcreien, Zuckersiedereien,
Glashütten, Tischlerwerkstätten, Tabak-
und Farbenfabriken, Maschineiibauan-
talten rc. In der Nähe der Stadt wird
Bergbau auf Eisen getrieben. — Der sehr
bedeutende Handel hat sich in über
raschender Weise entwickelt, namentlich