Full text: Lexikon der Handelsgeographie

Schweden (Finanzen, Kreditwesen). 
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sind meist durch Fälle für Schiffahrt un 
tauglich : der größte, Luleaelf, ist nur 30km, 
der Angerman 50 km dis Skelleftea von 
der Mündung schiffbar. Die Falle andrer 
hat man durch Kanäle zu umgehen ge 
wußt. —Die E i s e nb a h « e n hatten 18 i 9 
eine Lange von 5674 km, davon S-taats- 
bahnen 1037, Privatbahnen 3737 km. 
Die Einnahmen der Staatsbahnen betru 
gen 1878:16,252,000 Mk. - Das Tele 
graphennetz umfaßte Ende 1879 in Li 
nien 11,304 km, in Leitungen 29,026 km 
(unterseeische 90krn mit 127 krnDrähtcn); 
die Zahl dcrStationen betrug 758, wovon 
177 Staats-, 581 Eiscubahntelegraphen- 
stationen. Befördert wurden 859,968, da 
von 511,432 inländische, Telegramme. Die 
Einnahmen betrugen 1,305,275, die Aus 
gaben 1,485,075 Mk. Ein 98 km lan 
ges Kabel wird von S., Dänemark und 
Deutschland gemeinsam unterhalten. — 
Die Post beförderte 1878 in 1963 Post 
ämtern 60,477,864 Postsendungen; 1877 
war der Wert der versicherten Sendungen 
707,787,183 Mk., der auf Postauweisun 
gen eingezahlten Beträge 4,052,446 Mk. 
@tminWn 1878: 5,274,873, WuSgabcit 
5,306,656 Ms. „ , 
Schiffswesen, a) Schiffsbestand. 
Die gesamte Handelsflotte bestand Ende 
1878'aus 4315 Fahrzeugen von 536,610 
Ton., davon Segelschiffe 3563 von 454,491 
T., Dampfer 752 von 82,119 T.; hier 
von wurden 2019 Schiffe (169 Dampfer) 
voit 437,527 T. zur ausländischen Fahrt 
verwandt. — h) S ch i f s s v e r k e h r. Die 
Zahl der in allen Häfen Schwedens 1878 
eingelaufenen Schiffe betrug 21,010 mit 
3,107,597 Ton., nämlich 13,618 Segel- 
mit 1,825,896 I., 7392 Dom)# 
mit 1,281,701 T. Darunter waren: 60(5 
^110^ von 592,755 %.,735 bnti% voit 
269,866 T., 1112 deutsche von 183,2<0 
T., demnächst finnische, holländische, fran 
rrirjrL SiMtfsrsiau link strive 
zösische, russische. Voir deutschen, nut schive- 
di chen Häfen verkehrenden Dampferlmtcu 
sind zu nennen: Schwedische Dampfschiff- 
bürg), ferner die Ncdcrlandsche Stoom- 
boot Maatschappij (Amsterdam). Bon betn 
gesamten Tounengehalt kommt und geht 
über ein Drittel von und nach England; 
cs folgen: Däiiemark, Deutschlaiid, Nor 
wegen, Frankreich, Rußland re. — Ko n- 
f ul ate iluterhält Deutschland in: Stock 
holm (Bcrusskonsulat für das Königreich), 
Geste, Gotenburg, Helsüigborg, Hernö- 
sand, Kalmar, Karlshamn, Karlökrona, 
Landskrona, Malmö, Norrköping, Nhkö- 
ping.Söderhamn, Sundswall, Westervik, 
Wiüby, Nstad; Vicekonsulate in: Hudiks- 
vall, Jönköping, Luleä, Pitea, Skelleftea, 
Nmea; Konsularagenturen in: Cimbris- 
hamn, Engelholm, Fjellbacka, Koiigsbacka, 
Lysekil, Marstrand, Oskarshamn, Rohue- 
hamn, Strömstad, Trelleborg, Warberg. 
V. Finanzen, Kreditwesen re. 
Nicht allein der größte Teil der Armee, 
auch viele Beamte und Geistliche erhalten 
ihre Einkünfte auö gewissen Kronländc- 
reien, bereu Ertrag nicht in das Btldgct 
aufgenommen wird. Auch die Ausgaben 
werden zum größten Teil voll den Ge 
meinden und Provinzialkörperschafteil be 
stritten. Das Rechnungsjahr begilint mit 
1. April. Nach dem Budget für 1881 
balancierten die Einnahmen und Aus 
gaben mit 84Mill.Mk.; von den Einnah 
men waren ordentliche 20, außerordent 
liche 61,6 (Zölle 29,o, Branntweinsteuer 
16.8) Mill. Mk.; von den Ausgaben or 
dentliche 63,8, für die Ncichsschuld 22,a 
Mill, mt — Die Staatsschuld setzt 
sich zusammen aus einer inländischen und 
einer ausläildischcn. Am 31. Dez. 1879 
betrug die erste 38,.->Mill. Mk., die zweite 
204.siMill. Mk. Mit Hinzurechnung dcr 
nichtkousolidierteu Anleihe von 1879 (3,4 
Mill. Mk.) belief sich die gesamte Schiild 
auf 246,8 Mill. Mk. Die schwedischen 
Eisenbahnen wurden Ende 1879 auf 212,8 
Kreditwesen. Die Zahl der Banken 
war 1879 neben der RcichSbank: Zettel- 
banken 30, Kreditgcscllschafteu undAl- 
tienbankeu ohne Emissionsrecht 16. Die 
Reichöbank zu Stockholm ist eine un 
ter Garantie der drei Stäiide gegründete 
Staatöanstalt; sie hat ein Kapital von 
28,500,000 Mk., gibt Noten in Stücketl 
zu 1, 5, 10, 50, 100 und 1000 Kronen 
aus; der Betrag derselben zusammen mit
	        
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