Schweden (Finanzen, Kreditwesen).
461
sind meist durch Fälle für Schiffahrt untauglich
: der größte, Luleaelf, ist nur 30km,
der Angerman 50 km dis Skelleftea von
der Mündung schiffbar. Die Falle andrer
hat man durch Kanäle zu umgehen gewußt.
—Die E i s e nb a h « e n hatten 18 i 9
eine Lange von 5674 km, davon S-taatsbahnen
1037, Privatbahnen 3737 km.
Die Einnahmen der Staatsbahnen betrugen
1878:16,252,000 Mk. - Das Telegraphennetz
umfaßte Ende 1879 in Linien
11,304 km, in Leitungen 29,026 km
(unterseeische 90krn mit 127 krnDrähtcn);
die Zahl dcrStationen betrug 758, wovon
177 Staats-, 581 Eiscubahntelegraphenstationen.
Befördert wurden 859,968, davon
511,432 inländische, Telegramme. Die
Einnahmen betrugen 1,305,275, die Ausgaben
1,485,075 Mk. Ein 98 km langes
Kabel wird von S., Dänemark und
Deutschland gemeinsam unterhalten. —
Die Post beförderte 1878 in 1963 Postämtern
60,477,864 Postsendungen; 1877
war der Wert der versicherten Sendungen
707,787,183 Mk., der auf Postauweisungen
eingezahlten Beträge 4,052,446 Mk.
@tminWn 1878: 5,274,873, WuSgabcit
5,306,656 Ms. „ ,
Schiffswesen, a) Schiffsbestand.
Die gesamte Handelsflotte bestand Ende
1878'aus 4315 Fahrzeugen von 536,610
Ton., davon Segelschiffe 3563 von 454,491
T., Dampfer 752 von 82,119 T.; hiervon
wurden 2019 Schiffe (169 Dampfer)
voit 437,527 T. zur ausländischen Fahrt
verwandt. — h) S ch i f s s v e r k e h r. Die
Zahl der in allen Häfen Schwedens 1878
eingelaufenen Schiffe betrug 21,010 mit
3,107,597 Ton., nämlich 13,618 Segelmit
1,825,896 I., 7392 Dom)#
mit 1,281,701 T. Darunter waren: 60(5
^110^ von 592,755 %.,735 bnti% voit
269,866 T., 1112 deutsche von 183,2<0
T., demnächst finnische, holländische, fran
rrirjrL SiMtfsrsiau link strive
zösische, russische. Voir deutschen, nut schivedi
chen Häfen verkehrenden Dampferlmtcu
sind zu nennen: Schwedische Dampfschiffbürg),
ferner die Ncdcrlandsche Stoomboot
Maatschappij (Amsterdam). Bon betn
gesamten Tounengehalt kommt und geht
über ein Drittel von und nach England;
cs folgen: Däiiemark, Deutschlaiid, Norwegen,
Frankreich, Rußland re. — Ko nf
ul ate iluterhält Deutschland in: Stockholm
(Bcrusskonsulat für das Königreich),
Geste, Gotenburg, Helsüigborg, Hernösand,
Kalmar, Karlshamn, Karlökrona,
Landskrona, Malmö, Norrköping, Nhköping.Söderhamn,
Sundswall, Westervik,
Wiüby, Nstad; Vicekonsulate in: Hudiksvall,
Jönköping, Luleä, Pitea, Skelleftea,
Nmea; Konsularagenturen in: Cimbrishamn,
Engelholm, Fjellbacka, Koiigsbacka,
Lysekil, Marstrand, Oskarshamn, Rohuehamn,
Strömstad, Trelleborg, Warberg.
V. Finanzen, Kreditwesen re.
Nicht allein der größte Teil der Armee,
auch viele Beamte und Geistliche erhalten
ihre Einkünfte auö gewissen Kronländcreien,
bereu Ertrag nicht in das Btldgct
aufgenommen wird. Auch die Ausgaben
werden zum größten Teil voll den Gemeinden
und Provinzialkörperschafteil bestritten.
Das Rechnungsjahr begilint mit
1. April. Nach dem Budget für 1881
balancierten die Einnahmen und Ausgaben
mit 84Mill.Mk.; von den Einnahmen
waren ordentliche 20, außerordentliche
61,6 (Zölle 29,o, Branntweinsteuer
16.8) Mill. Mk.; von den Ausgaben ordentliche
63,8, für die Ncichsschuld 22,a
Mill, mt — Die Staatsschuld setzt
sich zusammen aus einer inländischen und
einer ausläildischcn. Am 31. Dez. 1879
betrug die erste 38,.->Mill. Mk., die zweite
204.siMill. Mk. Mit Hinzurechnung dcr
nichtkousolidierteu Anleihe von 1879 (3,4
Mill. Mk.) belief sich die gesamte Schiild
auf 246,8 Mill. Mk. Die schwedischen
Eisenbahnen wurden Ende 1879 auf 212,8
Kreditwesen. Die Zahl der Banken
war 1879 neben der RcichSbank: Zettelbanken
30, Kreditgcscllschafteu undAltienbankeu
ohne Emissionsrecht 16. Die
Reichöbank zu Stockholm ist eine unter
Garantie der drei Stäiide gegründete
Staatöanstalt; sie hat ein Kapital von
28,500,000 Mk., gibt Noten in Stücketl
zu 1, 5, 10, 50, 100 und 1000 Kronen
aus; der Betrag derselben zusammen mit