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Schweiz (Bergbau, Industrie).
vou Rohseide auf 27,398 Ctr., während
von erster» 2180, von letzterer 12,059 Ctr.
zur Ausfuhr gelaugten?
Das Waldareal ist im allgemeinen
klein (19 Proz. der Gesamtfläche); Wald
ist aber infolge leichtsinniger Verwüstung
in manchen Kantonen, sogar Bergkantonen,
sehr wenig zu finden, und die Einfuhr
muß daher ergänzend eintreten. In
den schweizerischen Handelsausweisen sind
für die Einfuhr von Holz nur die Mengen,
für die Ausfuhr nur die Werte angegeben
; es läßt sich daher keilt genügend
treues Bild von der Bedeutung des Holzhandels
geben. DieZahlen waren für1880 :
Einfuhr Ausfuhr
Bau- und Nutzholz 883 982 Ctr. 2,a Mill. Mark
Brennholz . . . 1117378 - 0.4 -
Bretter rc. . . . 497 721 - 4.8 -
Der Handel mit rohem Bauholz richtet
sich vornehmlich nach Deutschland, derjcuige
mit vorgearbeiteten Hölzern vorwiegend
nach Frankreich.
Der Bergbau ist lulbedeutend, von
Belang ist nur die Produktion von Eisenerzen,
welche aber von der 1855 erreichten
höchsten Ziffer (28,984 Ton.) bis auf
weniger als die Hälfte zurückgegangen ist.
Ebenso ist die Erzeugung von Roheisen
über die niedrige Prodnktionsziffer von
10,000 Ton. nie hinausgekommen und beträgt
jetzt nur wenig mehr als die Hälfte.
Diese schwache Produktion hängt mit dem
Mangel an Brennstoffen zusammen; 1870
wurden nur 17,367 Ton. Kohle im Wert
voit 166,627 Mk. gefördert, und seit jener
Zeit hat ein nennenswerter Aufschwung
nickt stattgefunden. Die schweizerische Industrie
kann allerdings infolge der glücklichen
Versorgung mit Wasserkraft der
Kohle eher entrateli als andre Länder, doch
bezicht sie jährlich ein bedeutendes Quantum
vom Ausland, 1880: 6,552,023 Ctr.,
davon 5,285,252 Ctr. auö Deutschland.
Dagegen ist die S. reich an Steinen:
Marmor, Schiefer u. a. Salz gewinnt
man in Baselland (Schweizerhall), Ber
(Waadt), Rheinfelden und Ryburg (Aargau).
jährlich ca. 530,000 Ctr. Kein Land
besitzt eine größere Zahl von Heilquellen.
II. Industrie.
Die Industrie ist die Hauptstütze des
nationalen Wohlstands. Nach der Aufnahnle
von 1870 waren 489,059 Menschen
dabei beschäftigt (bei der Landwirtschaft
und Viehzucht 543,208). In manchen
Zweigen, >vic der Industrie in Baumwolle,
Seide, Uhren, Schmuckwaren und
Maschinen, reiht sich die S. den ersten
Fabrikländern an.
Die B a u m w o ll i n d u str i e hat ihren
Hauptsitz in der Ostschweiz, namentlich
iil den Kantonen Zürich, Glarus, St.
Gallen und Appenzell. Zu ihrem Bedarf
wurden 1880 : 222,444 Ctr. Rohbaumwolle
und 11,944 Ctr. Abfälle eingeführt.
Die Zahl der Spindeln betrug 1873:
2,059,000, zugleich waren über 16,000
mechanische Webstühle in Thätigkeit. Die
Maschiiicnstickerei, erst 1840 begründet,
beschäftigt in den Kantonen St. Gallen,
Appenzell und Thurgau über 10,000
Maschinen und 17,000 Arbeiter; für Färberei
und Druckerei ist Glarus dasHauptgebiet.
Im Handel mit Rohbaumwolle
nimmt Frankreich die erste, Deutschland
die zweite Stelle ein; im Handel mit dem
fertigen Fabrikat haben die beiden Läilder
die Rollen vertauscht. Doch ist hierbei der
Durchfuhrverkehr nach andern Ländern,
namentlich überseeischen, eingeschlossen.
In vielen Absatzgebieten macht die Schweizer
Industrie englischem Fabrikat zähe
Konkurrenz. Außer einigen minder wichtigen
Produkten vertrieb der Handel 1880
folgende Posten (in metrischen Centner»):
Einfuhr Ausfuhr
Rohbaumwolle . . 222444 2 375
Abfälle 11944 14537
Baumwollgarn. . 15561 69699
Baumwollwaren . 34574 132512
Die Seidenindustrie hat ihre Hauptsitze
in Zürich und Basel, jenes in Kleiderstoffen,
dieses in Bändern. Das Hauptabsatzgebiet
sind die Vereinigten Staaten,
doch sängt die dort aufblühende Seidenindustrie
an, der S. immer stärkere Konkurrenz
zu machen. 1880 wurden 21,737
Ctr. Seidenbänder und 10,752 Ctr. Seidenstoffe
exportiert.
Auch in der ehemals weit bedeutender»
Uhrenindustrie treten die Vereinigten
Staaten als gefährliche Konkurrenten ans.
Die Sitze dieser Industrie sind Genf und der