40 Bassein —
westlichen Ufer des Schalt el Arab, etwa
90 km von dessen Mündung in den Persischen
Meerbusen; ca. 20,000 Einw.;
Hafenort von Bagdad, mit dem es durch
Dampfer verbunden ist. 1878—79 verkehrten
hier 99 Dampfer von 81,173 Ton. und
160 Segelschiffe von 33,266 T. Nach Indien
werden von B. namentlich viele arabischePserde
fürdieK'avallerie dercnglischvstindischen
Armee ausgeführt; auch die
Ausfuhr von Datteln und Dattelbranntwein
ist beträchtlich. Etwa 7 km westlich
liegt Altbasra, Sammelplatz und Ausgangspunkt
der Karawanen nach Arabien.
— Handelsaebräuche. Man schließt
Käufe und Verkäufe ausschließlich in
Schami (ca. 1,9 Mk.); die Stellung der
Warenpreise erfolgt gewöhnlich in türkischen
Piastern, auch rechnet man nach
persischem Geld. Seit 1874 gelten die
neuen türkischen (französischen) Maße
und Gewichte. Wechseltransaktionen kommen
selten vor, da Rimessen gewöhnlich
in Münze gemacht werden.
Bassein, Hauptstadt des gleichnamigen
Bezirks in Britisch-Birma (Hinterindien),
an einem Mündungsarm des Jrawadi;
20,688 Einw. Deutsches Konsulat
(Amtsbezirk: Stadt und Hafen B., einschließlich
des Diamond Island); Chartered
Bank ofJndia, Australia and China.
Der einzige Exportartikel ist Reis (1880:
143,490 Ton., davon nach Deutschland
62,420 T.). Der Schiffsverkehr wurde
1880 durch 88 Schiffe vermittelt, davon
11 deutsche von 9894 T. Der überseeische
Einfuhrhandel ist nicht von Bedeutung.
Bastia, Hafenstadt an der Ostküste der
Insel Corsica, Station der Dampferlinien
: Rubattino u. Komp, und Valéry
Frères et Fils; (i8?6) 16,984 Einw.
Banque de France Succ.; Ausfuhr von
Wein, Öl, Seife, Likör, Fellen.
Basutoland, s. Kapland.
Batavia, Hauptstadt der gesamten
niederländ. Besitzungen in Ostindien und
insbesondere der gleichnamigen Residentschaft
auf Java, am westlichen Ende der
Nordküste der Insel und an der Eisenbahnlinie
B.-Buitenzorg; Station der
Dampferlinien: Messageries maritimes,
Niederländische Dampfschiff-Gesellschaft,
- Batavia.
Rotterdainer Lloyd, Società Rubattino;
0876) 99,109 Eiittv., darunter 17,000 Chinesen
und 3000 Europäer (meist Portugiesen
oder Abkömmlinge eingewanderter Europäer).
Deutsches Konsulat (Amtsbezirk :
dieResidenzenB., Bantam,Preanger, Cherwon,
Krawang und die Insel Biliton);
Javasche Bank, Chartered Bank of India,
Chartered mercantile Bank ofJndia, Niederländisch-Indische
Handelsbank. — B.
sit noch heutzutage nicht nur der Hauptgeschäftsplatz
der Insel Java, sondern auch
das Centrum der merkantilen Operationen
für das gesamte holländische Ostindien.
Dampfer gehen in jedem Monat fünfmal
nach Samarang und Surabaya und dazwischen
liegenden Plätzen, dreimal nach
Singapur, zweimal nach Padang (Sumatra),
einmal nach Biliton und Pontianak
(Borneo), einmal nach Bandscher Mästn
(Borneo), einmal nach Makassar, Timor,
Amboina, Ternate. Mit Singapur ist B.
durch Kabel verbunden, ebensostnit Australien
von Banjuwangi aus. Man schlägt
den Wert der Einfuhr auf 30—34 Mill.
Mk., den der Ausfuhr auf 26—28 Mill.
Mk. an, von welchen Summen man die
Hälfte auf den Verkehr mit Holland zu
rechnen hat. Hauptexportartikel ist Kaffee
der hauptsächlich von hier aus nach Amsterdam
und Rotterdam geht. Andre Exportartikel
sind Reis und Zucker; von jedem
der beiden ersten wird ca. 1 Mill. Ctr.,
von dem letzten gegen 2 Mill. Ctr. ausgeführt.
Andre wichtige Exportartikel sind:
Indigo, Häute, Arrak (den Chinesen aus
Rohzucker, Palinwein und Reis in großen
Brennereien bereiten), ferner Palm- und
Kajepntöl, Zinn (von Bangka), Pfeffer
(von Sumatra, Borneo %.), Teakholz,
Büffelhörner (nach Europa) und Büffelhäute
(nach China), Thee und Chinarinde,
Kampher, Kassie, Sandelholz, Sapanholz,
Rohr, Schildkrot, Tamarinden rc. Unter
den Importen sind Baumwollwaren die
bedeutendsten. — 1880 verkehrten hier 31
deutschcSchiffe.—Wechsel werden notiert
auf Amsterdam und Rotterdam 6 Monate
dato, auf London und Hamburg 6 Monate
nach Sicht, auf Kalkutta 2 Monate, auf
Singapllr und China 10 Tage nach Sicht.
Die Einfuhrwaren werden in der Regel