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Belem-Para — Belgien.
berühmten, mit Nägeln verzierten Koffer-
für Leinenzeuge; besonders aber beschäf
tigen sic sich mit Handel. B. ist durch
Einführung der Dampfschiffahrt der wich
tigste Hafenplatz Syriens und gilt als
Hafen für Damaskus, dessen Waren bind)
Kamele und Maultiere hierher geschafft
täglich fährt auf der mit fran
zösischem Kapital erbauten Chaussee über
den Keniscpaß des Libanon eine 20sitzige
Diligence nach Damaskus. Gegen See-
transportschäden sind hier zwei' deutsche
Gesellschaften vertreten: die Allgemeine
Versicherungsgesellschaft für See-, Fluß-
unb, Landtransport zu Dresden und die
Rheimsch-Westfälische Trausportversiche-
rilngögesellschaft zu Mönchen-Gladbach,
ferner österreichische (Lloyd), französische,
schweizerische, englische. Die Schiffahrtsbc-
wcgung auf der Reede von B. (der Hafen
ist der Versandung ausgesetzt) war 1870;
Dampfer . . 248 von 190 776 Tonnen '
Segelschiffe . 2886 - 55665
Dem Tonnengehalt nach folgen aufeinan-
IfSSSÄ*
l#c(44,4451.),^^1^0(22,0871.).^
Einnahmen des Zollamts voir B. beliefen
Nch k876—77 auf 2,496,389 Mk., davon
aus die Einfuhr 1,875,074 Mk. Die Auö-
Nlhr besteht in: Seide, Olivenöl, Lumpen,
Cerealien, Scsamsamen, Schwämmen,
Tabak, Wolle. Eingeführt werden nach
B. und gehen von da nach dem Innern
(besondersDamaskus): Baninwottgcwcbe
verschiedenster Art (aus England und
der Schweiz), französische Lrirusartikel,
Schuhe und Stiefel, Fes (aus Böhmen),
Seidenwaren und Tuche (aus Deutsch
land und Österreich), Zucker, Glas re. —
P la tz g e b r ä u ch e. Die für deutsche Fabri
kanten besorgten Verkäufe erfolgen auf
2—6 Monate Kredit, und erst nach Ein
gang der dafür validierenden Tratte erhält
der deutsche Verkäufer vom hiesigen Kom
missionär den Dreimonatwcchsel, welcher
seine Deckung liefert. Wechselkurse no
tiert man auf Triest, Livorno nndGenua3
Monate dato, ebenso auf London, Marseille
und Paris, auf diese letztem auch aufSicht,
alls Konstantinopel 7 Tage nach Sicht.
Belem-Para, s. Parä.
Belfast (spr. bctlsast), die bedeuteildstc
Handelsstadt Irlands, an der Bai von B
von atyci @iscnM)nKmc,i;
Station für die Dampfer der Domi-
monlime (Liverpool-Montreal) und dcr
Statelinic (Glasgow-New York); (i8?i)
174,412 Einw., vorwiegend protestan
tischer Konfession. Deutsches Konsulat
(Amtsbezirk: die Küste von Ballycastle
W ^00#^ miev); «ans of
National Bank, B. Banking Co., Provin-
CKu Sans of Ireland. — Seine Stellung
als erste Fabrikstadt Irlands verdankt B.
der Lei neu industrie, welche seine Be-
völkcrnng (1841 erst 75,000 Seelen) aus
lhre jetzige Stufe hob. Die Stadt zählt
liber 30 Flachsspinnereien mit 9000 Ar
beitern und etwa 500,000Spindeln, zahl
reiche Webereien, fünf große Baumwoll-
fabrlken (Samt, Musselin, Gingan rc.).
Daneben werdeii Seilerei und Segeltnch-
sabrikation in starkem Maß betrieben;
auch bestehen zahlreiche andre, recht be-
deutendeJndustricn, darunter auch Schiff
bail. — B. hatte 1879: 399 Schiffe von
73,712Ton. auf dem Register. Besonders
für den Küstenhaudel hat B. große Wich
tigkeit; 1879 liefen ein 7854 Schiffe vou
1.658.026 T., wovon 124,657 T. auf ir
ländische Küstenfahrer kommen, 1,300,388
T. auf Britannien und 232,981 T. auf
das Ausland. Es kamen 16 deutsche
Schiffe von 4253 'T. und zwar aus deut
schen Häfen 9 an, fein» aber ging nach
deiitschen Häfen. — Die vornehmsten Ge
genstände der Einfuhr 1879 sind: Weizen
(73,551 %oii.), WMS (87,539 %.), 3M)l
(21,965 %.), già# (18,991 I.), ^„f,
Leinsaat, Zucker, Spirituosen, Wein, Pe-
trolenni. Ans Deutschland direkt wllrden
1879 importiert für 755,400Mk.Getreide
und für 318,200 Mk. Holz. Die Ausfuhr
bestand 1879 in 15,063 Ballen und 1428
Ton. Leinengarn, 117,390 Kolli Leinen,
8340 Kolli Leiuenzwirn und Vieh, Kar
toffeln, Whiskey, Speck, Butter rc. für
deil englischen Markt, ferner Eisenerz und
Steinsalz. Gesanitwert der Ausfuhr bri
tischer Errenanisse 1879:14,766,000, der
Einfuhr 19,608,860 Mk.
f Königreich in Westeuropa,
seit 1830 von Holland losgetrennt, mit