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Macht und wahrscheinlich auch den bewußten Willen, menschliche
(Gestalt, menschliche Vernunft und menschliche Sprache anzunehmen.
Außerdem stellt der Herr Professor die Behauptung auf, daß die
Entwickelung des einzelnen Thieres mit Einschluß des Menschen
eine kurze Wiederholung aller derjenigen Veränderungen darstelle,
welche dasselbe im Laufe seiner Stammesgeschichte von den ältesten
Zeiten seines organischen Lebens bis zur Gegenwart durchgemacht
habe. In seiner die Desccndenzlehre behandelnden Schrift hat der
selbe den Satz an die Spitze gestellt: „Alles, was geschieht, ist eine
Wirkung mechanischer Ursachen" und daraus die Ansicht entwickelt,
daß dieselben Ursachen unter denselben Bedingungen stets gleiche
Wirkungen hervorbringen müßten, weshalb auch jeder gegenwärtige
Zustand der Dinge das nothwendige Resultat des Vergangenen
und wieder die allein bestimmende Ursache für den nächstfolgenden
Zustand der ^inge ergebe oder mit anderen Worten: „Die Gegen-
lvart ergiebt sich als die nothwendige Folge der Vergangenheit und
zugleich als die allein bestimmende Ursache für die Zukunft." Wäre
diese Ansicht richtig, so würde jede Empsindung, ja der Gedanke,
jeder Wille, der in uns auftaucht, das Ergebniß einer ehernen
Nothwendigkeit sein, für welche die Bedingungen schon seit Ewigkeit
in der Materie lägen. Ter Mensch hätte sonach keinen freien
Willen, er wäre eine bloße unzurechnungsfähige lebendige Puppe,
welche von unerbittlicher Nothwendigkeit gelenkt, aus der Erde er
schiene, sich Futter suche, fortpflanze, um dann nach einiger Zeit
fiir intmer spurlos zu verschwinden. Es gäbe dann keine Tugend
und keine Sünde, denn der Mensch sei ja ein unzurechnungsfähiges
Wesen, das denke, handle, wie es müsse, da all sein Denken und
Thun aus nothwendigen Ursachen hervorgingen und sein ganzes
Leben eine ununterbrochene Kette von Ursachen und Wirkungen
bilde. Die nothwendigen Wirkungen unb nothwendigen Ursachen
gewährten also dem Menschen einen Freibrief und Straflosigkeit
für selbst die scheußlichsten Verbrechen, sie müßten von der mensch
lichen Gesellschaft als Wirkungen mechanischer Ursachen unbeanstandet