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Akademie der Wissenschaften.
Auf Veranlassung der Kurfürstin Sophie Charlotte nach Leib-
nitzens Plan am 10. Juli 1700 unter dem Namen: Societät der
Wiffenschaften gegründet, 1743 hergestellt und mit dem jetzigen Namen
belegt. Es bestehen bei der Akademie mehrere Stiftungen für Preis-
bewerbungen: vgl. Eller, Cothenius, v. Miloszewki, Steiner;
außerdem ist die Akademie mit Mitteln versehen, Preisfragen zu stellen
und außerordentliche Remunerationen für besondere Leistungen zu ge
währen. Die Zuerkennung der Preise erfolgt in der jährlich stattfin
denden Sitzung zum Gedächtnisse von Leibnitz. S. auch Humboldt-
Stiftung für Naturforschung und Reisen.
Akademie für Militair-Aerzte,
s. medicinisch-chirurgische Akademie für Militair-Aerzte.
Akademie zu Eldena,
s. Staats- und landwirthschaftliche Akademie zu Eldena.
Akademie zu Münster,
ein Königliches Institut, katholisch, aus einer theologischen und einer
philosophischen Fakultät bestehend, hat sie 200 — 300 Studirende und
als akademisches Institut das philologische Seminar, die Paulinische
Bibliothek, das physikalische Kabinct, das naturhistorische Museum und
westphälische National-Herbarium, den botanischen Garten, das chemische
Laboratorium und den mathematisch-astronomischen Apparat. Die Zu
schüße aus beni Studicn-Fonds betragen 15,000 Thlr. Für die Mit
glieder des philologischen Seminars bestehen 300 Thlr. an Stipendien,
auch sind bei jeder Fakultät 100 Thlr. zu Preis-Aufgaben bestimmt.
Zu den sonst für Rector und Senat verfügbaren Mitteln gehört auch der
Ertrag der jährlichen Kirchen-Äollekte für Studirende mit etwa 400 Thlr.
AkklimatisationS - Verein zu Berlin,
im Jahr 1856 begründet und 1863 mit dem L osso loschen Central-
Institut für Akklimatisation vereinigt. Er zählte im Jahre 1864
346 Mitglieder, darunter die Königl. landwirthschaftliche Akademie und
75 landwirthschaftliche und Gartenbau-Vereine. Das Versuchsfeld des
Vereins bei Moabit war mit 514 verschiedenen ausländischen Gemüsen
und Nutzpflanzen bebaut. Vorsitzender Geh. Ober-Reg.-Rath Opper
mann. General-Sekretair de Buvry.
Albertus-Universität zu Königsberg,
im Jahr 1544 vom Markgrafen Albrecht als Collegium Albertinum
begründet, seit 1862 durch die Munisicenz König Friedrich Wilhelm IV.
mit einem neuen Gebäude versehen. Sie hatte im Jahre 1859 Ein
nahme 85,560 Thlr., darunter aus Staats-Fonds 81,161 Thlr., aus
Stiftungen und anderen Fonds 40, an Zinsen, Revcnüen rc. 362%
Thlr., auS eigenem Erwerbe 731 Thlr. — Im Jahre 1838 betrugen
die Königlichen Stipendien 2000, die Einnahmen des Konviktoriums
2845, die Einnahmen aus Privat-Stiftungen 8470 Thlr. Seit 1863
besteht ein Konvikt der Studirenden, welche aus der „litthauischen