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dieser Kirche zu vertheilen sind. Die Zinsen von 800 Thlr. erhält -der
Organist als Gehaltszulage. Der Wittwenfonds hat sich im i'ciufe der
Zeit auf 6444 Thlr. erhöht. Noch besteht bei der Armen-Direktion
in Magdeburg ein Fabersches Legat von 1000 Thlr. Gold, von
dessen Zinsen jährlich 30 Thlr. zur Extra-Speisung der im Armen
hause befindlichen Personen verwendet werden, und bei der Kirche zum
h. Geist ein Partikulier Fabersches Vermächtniß von 2055 Thlr.,
dessen Zinsen zur Kirchenkasse fließen.
F a b e r sche Stipendien-Stiftnng.
1703 von dem Pastor in Waxweiler (Prüm) gegründet, indem er be
stimmte, daß aus den Zinsen seines Nachlasses 5 Jünglinge aus der
Nachkommenschaft seiner 5 Geschwister, welche zum Studiren am ge
eignetsten, eine Unterstützung von jährlich 30 Thlr. und während des
Studiums der Theologie jährlich 36 Thlr. erhalten sollten. .Der
Stiftungs-Fonds hat sich seitdem vergrößert, und somit auch der Be
trag der Stipendien.
Fabian-Stiftung,
ein Stipendien-Fonds für tüchtige und hülfsbedürftige zur Universität
entlasienc Schüler des Gymnasiums zu Tilsit. Das Kapital von
2178 Thlr. entstand (1864) aus den von dein Gymnasial-Dircktor
Fabian gesammelten milden Gaben.
Fab rie ins,
früher Kreis-Chirurgus in Ronsdorf, Kreises Lennep (+ 1840) hinter
ließ den vier kirchlichen Gemeinden zu Hagen (der lutherischen, refor-
mirten, katholischen und jüdischen) zusammen 3000 Thlr., deren Zinsen
zur Beschaffung wollener Kleidungsstücke für arme Kinder und Frauen
verwendet werden sollen.
Fabriei nö - Stiftung zu Greifswald,
von der Frau Syndikus Schwarz, geb. F a bri ci u S zu Greifswald
begründet (1848), indem sie ein vorläufig aus 5 Wohnungen bestehendes
Hans erbauen ließ, in welchem mittellose Frauenzimmer, namentlich
unverheirathet gebliebene Mädchen höheren Standes freie Wohnung
finden, auch hülfsbedürftige Wittwen, wenn sic kinderlos sind oder nur
eine Tochter bei sich haben, aufgenommen werden sollen. Zur Auf
nahme ist ein Alter von 40 Jahren und ein sittlicher Lebenswandel
erforderlich; Einkaufsgeld 100 Thlr. Die Aufgenommenen erhalten
freie Wohnung und jährlich 25 Thlr. und können zeitweise ihren
Aufenthalt außerhalb nehmen. Die Stiftung erhielt von der Stifterin
(t 1854) noch ein Legat von 4500 Thlr.
Fabrik-Arbeiter Kranken und Unterstlitznugs-Kasse zu Nenstadt (Magdeburg),
1856 begründet. Wöchentlicher Beitrag des Arbeiters 1 Sgr. und
50 pCt. Zuschuß Seitens der Arbeitsgeber. Vermögen der Kaste
5000 Thlr.; sobald dasielbe auf 10,000 Thlr. gestiegen, soll eine Ver
sorgungs-Kaste für alle arbeitsunfähigen Fabrik-Arbeiter errichtet werden.