Full text : Preußisches Landbuch

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Fabrik-Arbeiter-Unterstlltznngs-Kasse  zu  Barmen.
Sic  hatte  im  Jahre  1862  700  Äèitglieder  und  ein  Vermögen  von  0500Thlr.
Fabrik-Ärbeiter-Unterstützungs-Kasie  zu  Werden  (Essen),
Fachgruberscher  Stipendien  Fonds.

Fahrenheid  sches  Armen  Stift  zn  Königsberg.
Am  10.  Oktober  1764  übergab  der  Kommerzien-  und  Stadtrath
Fahrenheid  dem  Magistrat  zu  Königsberg  einen  Plan  zur  Errichtung ­
  eines  Armenhauses,  zn  welchem  Zwecke  er  50,000  Fl.  (Gulden)
zu  schenken  versprach,  wenn  der  Magistrat  gewisse,  auf  dem  Hinter-Roßgarten
  belegene  Kämmcreiplätze  zur  Erbauung  dieses  Hauses  hergeben ­
  würde.  Dies  geschah.  Der  Aufbau  des  Hauses  (ein  Theil  des
gegenwärtigen  städtischen  Krankenhauses),  verzögert  durch  die  am
11.  November  1764  ausgebrochene  Feucrsbruust,  wurde  1771  beendigt,
und  der  Stifter  übernahm  die  auf  20,000  Fl.  sich  belaufenden  Baukosten ­
  noch  außer  dem  Fundationskapital.  Der  Sohn  des  Stifters,
Kriegsrath  v.  Fahr  e  uh  e  id,  vermehrte  die  durch  seinen  Vater  ins
^eben  gerufene  Stiftung  durch  Schenkung  von  10,000  Fl.  baar,  so
ioic  cinc^im  Kneiphofe  und  zweier  auf  dem  Sackhcim  belegenen  Grundstücke. ­
  So  gelangte  die  Stadt  in  den  Besitz  einer  Wohlthätigkcits-Anstalt,
  die  einer  großen  Anzahl  armer,  arbeitsunfähiger  Personen  (117
"lten  Frauen)  Wohnung,  Wärme  und  Licht,  der  größeren  Hälfte  derselben ­
  (66)  auch  eine  baare  Geldeinnahme  (1  Sgr.  täglich)  gewährt.
Als  die  Stadt  im  Jahre  1831  in  die  Lage  kam,  für  Ausdehnung  ihrer
Krankenanstalt  sorgen  zu  müssen,  wurde  mit  Bewilligung  der  v.  Fahrende ­
  idschen  Familie  das  Gebäude  der  Armcustiftung  der  Stadt  zur  Erweiterung ­
  ihrer  Krankenanstalt  abgetreten,  und  das  v.  Fahr  en  h  eidfche
Armenhaus  nach  einem  städtischen  Grundstück  (Şackhcimer  Hinterstr.  25)
Erlegt.  Die  Anstalt  hat  ein  Kapital-Vermögen  von  74,800  Thlr.;
5 lc  Ştadt  zahlt  zur  Unterhaltung  derselben  einen  Zuschuß  von  jährlich
1600  Thlr.

Georg  Fah  renhold,
Bürgermeister  in  Osterode,  schenkte  1654  der  Universität  Königsberg
<2000  Mark,  deren  Zinsen  Studirende  drei  Jahre  hinter  einander  gehießen ­
  sollen.  Den  Vorzug  haben  die  aus  Osterode  gebürtigen  und
'nsbesonderc  Mitglieder  der  Familien  Fahrcnhold,  Kurzfleisch
und  St  er  ling  er.  In  Ermangelung  dieser  Bevorzugten  kommen
auch  Preußen  zum  Genuß.  Das  Kapital  bestand  1838  (Koch  11.  550)
in  425,  und  das  Stipendium  in  15  Thlr.
            
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