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Regine Frank,
geb. Wegner, verw. Hofgerichts-Räthin zu Königsberg, legirte 1720
2000 sí., deren Zinsen zn 4 einer bedürftigen Schloßprediger-Wittwc zu
Königsberg, zu -} der armen Wittwe eines Professors der Philosoph. Fa
kultät dortiger Universität verliehen werden sollen. Das Kapital be
trug 1838 728j Thlr. und es erhielten zwei Wittwen jede 15} Thlr.
Frankesche Familien-Stiftung,
von Joh. Friedrich Franke zu Mollin begründet, bestehend in einem
Stipendium von 50 Thlr. für männliche Nachkommen gewiffer bestimm
ter Familien, (Rektor Ukeley in Treptow a. N., Superintendent
Backe in Wollin, Kämmerer Gadcbusch zu Treptow, a. R., Stadt-
Chirurgus Nebe in Greifenberg, Apotheker Nebe in Schivelbein,
Justizrath Backe). Im Mangel berechtigter Familienglieder können
auch tugendhafte Töchter aus den genannten sechs Familien einen Braut
schatz von 40 Thlrn. erhalten.
Heinrich Franke,
ehemaliger Landschafts-Direktor (t 1850) setzte im Wege fideikommissa
rischer Substitution die Ncisse-Grottkausche Fürstenthums-Landschaft in
den Besitz eines Legats von 6000 Thlr. mit der Bestimmung, dass die
jährlichen Zinsen davon zur Unterstützung verarmter Gutsbesitzer-Töch
ter bürgerlichen Standes verwendet werden sollten.
v. Frankenberg.Lndwigsdorffsche Stiftung.
Sie bezweckt den Unterricht von Mädchen in weiblichen Handarbeiten
und die Unterstützung der Orts-Armen zu Niedcr-Schüttlau (Guhrau).
Ende 1862 mit einem Kapital von 533 Thlr. begründet.
Frantzkesche Stiftungen.
Der Pfarrer Andreas Frantzke zu Schönau (Leobschütz) begründete
1755 mit 3000 Thlr. Schlesisch eine Haus-Armen-Fundation zum
Besten der Haus-Armen von Schönau; ferner mit 1000 Thlr. Schle
sisch eine Stipendien-Fundation für junge Leute ans Schönau, die sich
dem Studium oder einem Dorf-Handwerk widmen, event, zur Aus
stattung für unbescholtene Mädchen in Schönau. Die Verwandten des
Stifters haben überall den Vorzug. Die Stiftung steht unter Ver
waltung des Ortsgeistlichen, welcher die Dorfgerichte zuzuziehen hat.
— Der Neffe des Stifters, Pfarrer Johannes Frantzke in Schönau
setzte 1811 500 Thlr. zur Verbesserung des oben gedachten Stipen
diums aus.
Frau Renate Helene Franz,
geb. Ketzler, Kaufmanns-Wittwe zu Hirschberg, errichtete am 25. Juli
1810 in Folge lctztwilligen Auftrages ihres früher verstorbenen Ehe
gatten Johann Kornelius Franz eine Stiftung im Betrage von
41,000 Thlr. zn milden Zwecken für Kirche, Schule, Geistliche, Witt
wen, Kranke und Arme. Sie bestimmte namentlich 1) zur Errich
tung und Unterhaltung einer Kranken-Anstalt 12,000 Thlr.; 2) der
ev. Kirche zum Kreuze Christi 1000 Thlr., deren Zinsen nanientlich