Full text : Preußisches Landbuch

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Joachimsthal  bet  Ncustadt-Ebcrswalde  für  120  Zöglinge  gestiftet  und
dotirt,  16«>7  nach  Berlin  verlegt,  1714  von  König  Friedrich  I.  weiter
dotirt.  Die  zehnte  Stelle  ist  eine  Freistelle.  Das  Vermögen  der  Anstalt ­
  belauft  sich  auf  360,000  Thlr.  in  Kapitalien;  die  Pacht  von
Landgütern  und  die  Miethe  geben  20,000  Thlr.  jährlich.  Zu  Stipendien ­
  werden  1300  Thlr.,  zu  Schüler-Prämien  125  Thlr.,  zur  Kommunitäts-Speisung ­
  10,000  Thlr.  verwendet.  Pensions-Fonds  mit
22,600  Thlr.  Kapital.  Lehrer-Wittwen-  und  Waisenkasse.  zu  der  feit
1824  die  Lehrer  keinen  Beitrag  mehr  zu  zahlen  brauchen,'weil  sie  ein
Vermögen  von  50,000  Thlr.  besitzt.  Die  Wittwen  erhalten  250  Thlr.
Pension  und  100  Thlr.  Sterbegeld  (Wiese  S.  95).  In  dem  mit  dem
Gymnasium  verbundenen  Alumnat  bestehen  stiftungsmäßig  120  Stellen
25  für  die  dritte,  75  für  die  zweite  (halbfreie),  20  für  die  erste  (ganz
freie)  Alnmnats-Klasie.  Zur  Aufnahme  können  nur  in  der  Kur-  ober
Neumark  gehonte  cv.  Inländer,  aus  andern  Provinzen  nur  die  evang.
Söhne  der  geistlichen  und  weltlichen  Militair-  und  Civil-Staatsdiener
gelangen;  6  Stellen  sind  für  junge  Leute  aus  dem  ehemaligen  Polen,
welche  sich  dem  Studium  der  cv.  Theol.  widmen.  Vgl.  Adler,  Oelrichs  rc.
Jocardsches  Stipendium  zu  Beelitz.
Von  dem  Bürgermeister  Jakob  Jocard  zu  Beelitz  mit  100  Thlr.  ge
stiftet,  für  arme  und  würdige  Studirendc,  Söhne  von  Geistlichen  oder
Lehrern  und  Bürgern  zu  Beelitz.  Kollator  ist  der  Magistrat  zu  Beelitz. ­
  Der  Fonds  hat  sich  um  das  Fünffache  vermehrt.
Jöllenbeck,
Wittwe  zu  Herford  (+  1864)  fetzte  die  dortige  Petri-Kirchengemeinde
zu  ihrer  Univerfal-Erbin  ein,  mit  der  Bestimmung,  daß  von  den  Revenüen
  des  in  zwei  Kapitalien  von  350  Thlr.  und  120  Thlr.  bestehenden ­
  Nachlaßes  nach  der  Wahl  des  Presbyteriums  ein  oder  zwei  Wittwen ­
  unterstützt  werden  sollen.
Johanna-Stiftung  zu  Lippstadt,
f.  Hoffbauer.
Jo  han  na-Stiftung  zu  Schmiegel.
Sie  bezweckt  die  Verpflegung  und  Bekleidung  armer  Kinder  aller  Konfessionen. ­
  Die  Einnahme  (jährlich  130  Thlr.)  besteht  aus  dem  von
der  Herzogin  v.  Acercnza-Pignotelli  geb.  Prinzessin  von  Kurland
als  Dominium  der  >L>tadt  geschenkten  Ertrage  an  Jahrmarkts-Standgeld
von  zwei  Jahrmärkten.
Johannes-Hospital  und  Krankenhaus  zu  Leobschütz.
Eine  alte  Stiftung,  in  welcher  12  arme  Bürger  und  12  Frauen  verpflegt ­
  werden.  Das  Hnuö  hat  ein  Kapital-Vermögen  von  39,000  Thlr.
Johannes-Hospital  zu  Bonn.
Eine  katholische  Stiftung,  deren  Unterhaltungskosten  aus  den  eingehenhenden
  Pflegegeldern,  einzelnen  Zuwendungen  und  Kollekten  bestritten
werden.  Die  Verpflegung  der  Kranken  wird  von  Schwestern  des  h.
            
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