Full text : Preußisches Landbuch

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schlagen,  das  Ministerium  für  landwirthschaftliche  Angelegenheiten  sie
zn  bewilligen.
Landn?  irthsckiaftliche  Vereine.
Es  giebt  derselben  mehr  als  500,  die  entweder  Central-,  Zweig-  oder
nicht  zu  einem  Ecutral-Vercine  gehörende  Vereine  şind  und  mehr  als
20O0  Ehren-,  an  700  korrcspondirende  und  etwa  62,000  ordentliche
Mitglieder  zahlen.  Kapital-Vermögen  etwa  180,000  Thlr  Die  jährlichen ­
  Einkünfte  bestehen  in  den  Zinsen  dieses  Vermögens,  in  den  Beiträgen ­
  der  Mitglieder,  in  Pachtgeldern  von  Grundstücken,  dem  Erlöse
von  Baumschulen,  Verlosungen  in  Zuschüssen  und  Geschenken  aus
städtischen  und  Kreis-KommunaftFonds  und  in  ziemlich  ansehnlichen  Zuschüssen ­
  der  Aachcner-Feuerversicherungs-Gesellschaft  (s.  d.)  und  anderer
Vereine.  S.  einzelne  hieher  gehörige  Artikel.
Laiidwirtbschaftlicher  BeamtenNnterstützungs-FondS  für  die  Provin;  Posen.
Erst  seit  kurzer  Zeit  begründet.  Der  eiserne  Fonds  des  die  ganze  Provinz ­
  umfassenden  Hauptvereins  zu  Posen  ist  durch  die  statutenmäßigen
Beiträge,  welche  die  Kreis-Vereine  jährlich  an  die  Hauptkasse  abzuliefern
haben,  bereits  ans  7000  Thlr.  angewachsen.  Sobald  dieser  Fonds  die
Höhe  von  10,000  Thlr.  erreicht  hat,  soll  nach  Bestimmung  der  Statuten ­
  die  Wirksamkeit  in  ihrem  ganzen  Umfange  beginnen.  Bis  dahin
werden  Unterstützungen  nur  in  sehr  dringenden  Fällen  mit  geringen
Beträgen  gewährt.
Landwirthschaftlicher  Provinzial-Berein  für  Westphalen  zu  Münster,
Er  besteht  seit  1854  in  vier  Haupt-Vereinen  (Münster,  Minden,  Ravensberg, ­
  Paderborn  und  Arnsberg)  und  einer  Anzahl  von  Kreis-Vereinen. ­
  Zweck  ist  nach  dem  Statut  von  1862,  einen  Vercinigungspunkt
für  die  einzelnen  landwirthschaftliche«  Haupt-Vereine  darzustellen,  dieselben ­
  zum  übereinstimmenden  Wirken  anzuregen  und  in  den  Stand  zu
setzen,  die  Erfolge  ihrer  Thätigkeit  sich  gegenseitig  mitzutheilen  und
Gegenstände  von  besonderer  Wichtigkeit  zur  gemeinschaftlichen  Berathung
zu  bringen.  Zugleich  ist  der  Provinzial-Verein  bestimmt,  über  die  Bedürfnisse ­
  und  Interesien  der  Landwirthschaft,  über  die  geeignetesten
Mettel  zur  Beförderung  derselben  und  über  neue  landwirthschaftliche
Anlagen  und  die  zweckmäßigste  Art  ihrer  Ausführung  mit  den  Staats-Vehorden
  m  Verbindung  zu  treten.  Geschäftsführer  ist  der  Gcncral-Landwirthschaftlicher

  Verein  für  Rhein-Preußen.
Er  hat  seinen  Sitz  zu  Bonn  und  wählt  den  Ort  seiner  Gcneral-Bci
L° m ,'!'rs  » 51 >»  »»  16,000  Mitglied»,  besitzt  60  lan!
wlrthschaftllchc  Fortbildungsschulen,  hat  viele  landwirthschaftliche  Casinc
und  einen  Wanderlehrer,  der  von  Kreis  zu  Kreis  reist,  um  seine  Prir
Wien  zu  verbreiten  und  sic  zur  Geltung  zu  bringen.  An  mehrere
Orten  hat  man  begonnen,  Credit-Vereine  einzuführen.
Langsche  Armen-Stiftung,
von  dem  kath.  Pfarrer  Laug  zu  Neuendorf  (Koblenz)  (+  1835)  he
            
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