Full text: Preußisches Landbuch

rin bestimmten Pensionaire ernennt die Armen-Verwaltung andere, die 
eine jährliche Pension von 150Thlr. beziehen. — b) Frau v. Schede 
überwies dem Pupillen-Kollegium schon am 1. December 1824 1000 
Thlr. in Staatsschuldscheinen, deren Zinsen zu einem Stipendium auf 
2 Jahre zunächst für einen adeligen, dann auch, falls solcher zur Zeit 
der Erledigung nicht vorhanden wäre, für einen bürgerlichen Kuranden 
des gedachten Kollegiums bestimmt sind, der Jura studiren oder sonst 
etwas Tüchtiges lernen will. Nach dem Tode der Stifterin, sollte die 
Kollation dem Präsidenten des Pupillen-Kollegiums (jetzt des Kammer 
gerichts) zustehen. 
Wittwe Schieffer, 
geb. Buchholz zu Köln (t 1863) hinterließ der Stadt mehrere Ver 
mächtnisse zu wohlthätigen und gemeinnützigen Zwecken; so dem Bür 
ger-Spital zu Köln 500, dem Waiseuhanse 300, der Tanbstummen- 
Anstalt 600, der Stadt zum Ankauf von Gemälden für das Museum 
1200, zu gemeinnützigen Zwecken 5000 Thlr. 
Schi eßsches Legat. 
Der Bürger Schieß zu Hannover (t 1818) vermachte den Armen 
zu Thürungen (Sangerhaufen) 1000 Thlr. Gold, wovon Ländereien 
angekauft und deren Reveuüen an die Armen vertheilt werden sollen. 
Die Stiftung ist nach dem Tode der Wittwe Schieß (1833) ins Le 
ben getreten. 
Aug. Ludwig Schif.fer, 
Privatmann zu Magdeburg (t 1850) vermachte 4500 Thlr. in Gold 
zu einer Stiftung, deren Revenüen nach Ansicht und Wahl der dem 
Armenwesen vorgesetzten Behörde unter zwei würdige Familienväter 
jährlich vertheilt werden sollen, um durch eine kräftige Unterstützung 
zwei Familien, die in geschäftlicher Hinsicht, des regsten Fleißes unge 
achtet, der Verarmung entgegengehen, wieder aufzuhelfen. Die zu vcr- 
theilendc Summe beträgt jährlich 1971 Thlr. S. Robrahn-Schiffcr- 
sche Stiftung. 
Schifser-Wittwenkasse zu Memel. 
Sie hat 96 Mitglieder, welche feste Beiträge zahlen und unterstützt zur 
Zeit 31 Wittwen mit 2,320 Thlr. jährlich. Vermögen 8,300 Thlr. 
Schiffkesche Waisen-Stiftung zu Breölau, 
von dem 1821 t Bürger und Konditor Schiffte begründet. Das 
Kapital war durch den Hinzutritt der Zinsen bis 1846 auf 28,300 
Thlr. angewachsen, von deren Zinsen seit 1. Juli 1847 zunächst in 
einem gemietheten Lokale einige arme elternlose Kinder unterhalten 
wurden. Ein Theil der Zinsen wird ferner kapitalisirt, um die von 
dem Stifter beabsichtigte Gründung eines eigenen Stiftshauses zu er 
möglichen. Züchnermeister Mischok (t 1859) legirte dem Institut 
500 Thlr.
	        
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