Full text : Preußisches Landbuch

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vom  Magistrat  verwaltet,  von  den  Zinsen  aber  £  zur  Verbesserung  des
Gehalts  der  Lehrer  und  zu  Stipendien  für  Studircnde  des  Gymnasiums ­
  christlicher  Konfession  à  100  Thlr.  verwendet  werden.  Der
an  die  Anstalt  gefallene  Nachlaß  betrug  etwa  48,000  Thlr.  ;  Stipendien
werden  14  verliehen.
Wadzeck  -  Anstalt.
Von  dem  Professor  Wadzeck  zu  Berlin  als  Kinder-Warte-Schulé  am
3.  August  1819  im  Vertrauen  auf  Gott  und  wohlthätige  Menschen  gestiftet ­
  und  bis  zu  seinem  1823  erfolgten  Tode  fortgeführt.  Am  Tage
nach  seinem  Absterben  bildete  sich  ein  Verein  von  Menschenfreunden  zur
Fortsetzung  des  Werkes  des  Vollendeten.  Die  Anstalt  pftegt,  nährt,
kleidet,  unterrichtet  und  erzieht  105  von  dem  Vorstand  gewählte  eheliche ­
  Kinder  beiderlei  Geschlechts,  deren  arme  in  Berlin  wohnende  Väter ­
  und  Mütter  der  Hülfe  bedürftig  sind,  behält  die  Zöglinge,  die  in
der  Regel  nach  dem  sechsten  Jahre  ihres  Alters  nicht  aufgenommen
werden,  bis  nach  erfolgter  Einsegnung,  uud  sorgt  dafür,  daß  die  entlassenen ­
  Knaben  als  Lehrlinge  bei  Handwerkern  und  die  Mädchen  als
Dienende  bei  Herrschaften  unterkommen.  Die  Haupteinkünfte  der  Anstalt ­
  bestehen  in  milden  Beiträgen,  doch  war  schon  1843  aus  verschiedenen ­
  Vermächtnissen  ein  Kapital-Vermögen  von  29,700  Thlr.  angesammelt, ­
  das  sich  seither  durch  ein  Leibrenten-Kapital  des  Kaufmanns
Salzmann  (s.  d.)  und  durch  Vermächtnisse  der  Wittwe  Hache  (s.
C  urthsche  Erben-Stiftung)  des  Dr.  B  eckcr  (s.  d.)  und  des  Rendanten ­
  Hache  rc.  bedeutend  vermehrt  und  es  möglich  gemacht  hat,  1861
durch  einen  stattlichen  Neubau  in  der  Keibclstraße  die  unzulänglich  gewordenen ­
  Räume  der  ersten  Anstalt  zu  erweitern.  Ein  Verein  von
Frauen  beaufsichtigt  die  Oekouomic  des  Hauses,  und  ein  Verein  von
Jungfrauen  hilft  der  Lehrerin  beim  Unterricht  in  Handarbeiten.  Für
die  Elementarschule  sind  zwei  Lehrer  angestellt,  von  denen  der  erste  zugleich ­
  Inspektor  der  Anstalt  ist.  Der  Vorstand  besteht  unter  dem
Namen:  Verein  zur  Verwaltung  der  W  a  dz  eck-Anstalt,  aus  15  Personen; ­
  das  Statut  derselben  hat  1834  die  Königliche  Genehmigung
erhalten,  und  sind  ihr  Korhöratiöns-Rechte  verliehen  worden.  Das  Protektorat ­
  führt  die  Königin  Elisabeth.
Kommerzien-Rath  zu  Schmicdeberg  in  Schlesien  begründete  dort  1  seine
Apmenbaus-Ştiftung  mit  10,000  Thlr.;  2)  eine  Stiftung  für  Professionisten
  mit  7000  Thlr.  «tc  dient  zur  Unterstützung  armer  Leute
dieses  Standes,  welche  ohne  ihr  Verschulden  in  Nothstand  gelomnie»
sind.  Sieben  Bürger,  von  der  Ärmen-Versvältüäg  äuSgewM)lt,  werden ­
  zur  Hebung  ihres  Gewerbe-BetttebS  Mit  je  50  Thlr.  unterstützt;
3)  eine  Stiftung  von  1000  Thlr.,'!  deren  Zinsen  dazu  bestuttmt  sind,
die  Einkünfte  eines  verdienten  Lehrers  zu  verbessern.
Joh.  Gottlieb  àşşà  ônu  màf  nock  ^
Messerschmied  in  Löwenberg,  legirtc  (1859)  der  dortigen  evanq.  Kirche
            
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