752
vom Magistrat verwaltet, von den Zinsen aber £ zur Verbesserung des
Gehalts der Lehrer und zu Stipendien für Studircnde des Gymnasiums
christlicher Konfession à 100 Thlr. verwendet werden. Der
an die Anstalt gefallene Nachlaß betrug etwa 48,000 Thlr. ; Stipendien
werden 14 verliehen.
Wadzeck - Anstalt.
Von dem Professor Wadzeck zu Berlin als Kinder-Warte-Schulé am
3. August 1819 im Vertrauen auf Gott und wohlthätige Menschen gestiftet
und bis zu seinem 1823 erfolgten Tode fortgeführt. Am Tage
nach seinem Absterben bildete sich ein Verein von Menschenfreunden zur
Fortsetzung des Werkes des Vollendeten. Die Anstalt pftegt, nährt,
kleidet, unterrichtet und erzieht 105 von dem Vorstand gewählte eheliche
Kinder beiderlei Geschlechts, deren arme in Berlin wohnende Väter
und Mütter der Hülfe bedürftig sind, behält die Zöglinge, die in
der Regel nach dem sechsten Jahre ihres Alters nicht aufgenommen
werden, bis nach erfolgter Einsegnung, uud sorgt dafür, daß die entlassenen
Knaben als Lehrlinge bei Handwerkern und die Mädchen als
Dienende bei Herrschaften unterkommen. Die Haupteinkünfte der Anstalt
bestehen in milden Beiträgen, doch war schon 1843 aus verschiedenen
Vermächtnissen ein Kapital-Vermögen von 29,700 Thlr. angesammelt,
das sich seither durch ein Leibrenten-Kapital des Kaufmanns
Salzmann (s. d.) und durch Vermächtnisse der Wittwe Hache (s.
C urthsche Erben-Stiftung) des Dr. B eckcr (s. d.) und des Rendanten
Hache rc. bedeutend vermehrt und es möglich gemacht hat, 1861
durch einen stattlichen Neubau in der Keibclstraße die unzulänglich gewordenen
Räume der ersten Anstalt zu erweitern. Ein Verein von
Frauen beaufsichtigt die Oekouomic des Hauses, und ein Verein von
Jungfrauen hilft der Lehrerin beim Unterricht in Handarbeiten. Für
die Elementarschule sind zwei Lehrer angestellt, von denen der erste zugleich
Inspektor der Anstalt ist. Der Vorstand besteht unter dem
Namen: Verein zur Verwaltung der W a dz eck-Anstalt, aus 15 Personen;
das Statut derselben hat 1834 die Königliche Genehmigung
erhalten, und sind ihr Korhöratiöns-Rechte verliehen worden. Das Protektorat
führt die Königin Elisabeth.
Kommerzien-Rath zu Schmicdeberg in Schlesien begründete dort 1 seine
Apmenbaus-Ştiftung mit 10,000 Thlr.; 2) eine Stiftung für Professionisten
mit 7000 Thlr. «tc dient zur Unterstützung armer Leute
dieses Standes, welche ohne ihr Verschulden in Nothstand gelomnie»
sind. Sieben Bürger, von der Ärmen-Versvältüäg äuSgewM)lt, werden
zur Hebung ihres Gewerbe-BetttebS Mit je 50 Thlr. unterstützt;
3) eine Stiftung von 1000 Thlr.,'! deren Zinsen dazu bestuttmt sind,
die Einkünfte eines verdienten Lehrers zu verbessern.
Joh. Gottlieb àşşà ônu màf nock ^
Messerschmied in Löwenberg, legirtc (1859) der dortigen evanq. Kirche