Full text : Preußisches Landbuch

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Thlr.  Cour,  schenkte,  auch  der  Anstalt  (1836)  noch  2800  Thlr.  vermachte. ­

Waisenhaus  zu  Kanth,
von  der  katholischen  Geistlichkeit  des  dortigen  ArchipresbyteratS  (aus
Veranlassung  des  50jährigen  Jubiläums  des  Crzpricsters  Dürre  in
Kostenblut)  errichtet  und  1859  mit  6  Waiscnmädchen  eröffnet.  Die
Mädchen  erhalten  eine  häusliche  Erziehung,  um  gute  Dienstboten  ans
ihnen  zu  bilden.  Der  Anstalt  ist  eine  Schulschwester  aus  Breslau
vorgesetzt.
Waisenhaus  zu  Klaeden  (Stendal),
zur  Aufnahme  von  10—12  verwaifeten  Knaben  cv.  Konfession.  Besteht
seit  1847,  gehört  znm  Nittcrgute  und  wird  von  dessen  Besitzer  unter-Haiti».

Waisenhaus  zu  Mein.
Zur  Verpflegung  und  Erziehung  elternloser  katholischer  Kinder  und
Findlinge  beiderlei  Geschlechts.  Die  Anstalt  steht  unter  .Leitung  der
Armen-Verwaltung,  nimmt  7  —  800  Zöglinge  auf  und  hat  sich  vieler
Vermächtnisse  und  sonstiger  Zuwendungen  zu  erfreuen.  So  schenkte
ein  ungenannt  sein  wollender  Wohlthäter  der  Armen-Verwaltung  im
Jahre  1833  zur  Einrichtung  einer  Anstalt,  worin  die  (bei  Nährmüttern
in  der  Stadt  untergebrachten)  Kinder  unter  7  Jahr  sollten  Verpflegung
finden  können,  4000  und  1000  Thlr.,  vorbehaltlich  des  lebenslänglichen ­
  Genusses  der  Zinsen.  Die  Magistratur  nahm  die  Schenkung
unter  der  Bedingung  an,  daß  wenn  die  zu  errichtende  Anstalt  sich  praktisch ­
  nicht  bewähren  möchte,  das  Kapital  auf  andere  Weise  im  Interesse ­
  des  Waisenhauses  benutzt  werden  dürfe.  Die  unverehel.  Quirl
(t  1835)  setzte  das  Waisenhaus  und  daS  Bürger-Spital  zu  Erben
ihres  mehr  als  1000  Thlr.  betragenden  Nachlasses  ein;  und  Pfarrer
Fischer  an  der  kath.  St.  Jakobi,-Kiretp:  (t  1848)  vermachte  5000
Thlr.,  deren  Zinsen  theils  zur  Vermehrung  der  Zahl  der  Zöglinge,
theils  zur  Verbesserung  der  Industrie-Schule,  und,  wenn  diese  letztere
eingehen  möchte,  zur  Pflege  der  städtischen  Zöglinge  des  Hauses  verwendet ­
  werden  sollen.  Zn  den  der  Industrie  Schule  gewordenen  Btr
mächtnissen  gehört  ferner  das  des  Ackerwirths  Ploo  g  zn  Esch  (ş  1846)
welcher  der  Schule  ein  Waldgrnndstück  rin  Werthe  von  2300  Thlr.
vermachte;  Franziska  v.  Brcmpt  in  Köln  (t  1851)  legirte  dem
Waisenhause  in  (damals  noch  mit  einem  Nießbrauch  behafteten)  Grundstücken ­
  11,100  Thlr.  und  1000  Thlr.  baar,  zur  Ausstattung,  armer
Waisenmädchen,  welche  sich  bis  zu  ihrer  Verheirathung  ordentlich  aufgeführt ­
  haben,  mit  je  200  Thlr.  Rentner  Rohr  in  Ztol»,  srüberer
Pächter  der  dortigen  Armen-Verwaltung  (t  1852),  überwies  dem
Waisenhause  Grundstücke  im  Werthe  von  2000  Thlr.  Dr.  med.
Horst  (f  1854)  legirte  a)  7500  Thlr.  zur  gleichen  Vertheilung  an
fünf  würdige  Zöglinge  des  Waisenhauses  zur  Zeit  ihrer  Selbstständigkeit;
  b)  2000  Thlr.  dem  Waisenhausc.  Die  Wittwe  de  Noel,  geb.
v.  Haupt  (t  1861)  vermachte  zur  Aufnahme  von  mehr  Zöglingen
            
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