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Stiftsakte vorgelesen, ein von dem Testator angeordnetes Mahl ein,
zu welchem die in Wein, Kuchen, Taback n. s. w. zu verzehrenden Be
träge im Testamente naiühaft gemacht sind. Dies zum Andenken des
Verstorbenen gewidmete Fest wird durch Kanonenschüffc und Erleuch
tung des Stiftsgartens mit 150 Lampen verherrlicht. — Die Ueber-
reste des Stifters werdeU aber nicht, wie erzählt wird, an diesem Tage
neben der Tafel aufgestellt, sondern bleiben, wie derselbe es gewünscht,
bis zum Verfalle des Sarges im Leichengewölbe stehen und sollen dann
am St. Ļaurenztage unter einem im Fuße des Gewölbes liegenden
Krch'enstein beigesetzt werkn."
Wollrauchsches Legat zu Breslau,
von der (1864) f separjrteg^Wojljhrgu ch, geb- Kleczewska herrüh
rend. Sie vermachte der dortigen jüdischem Synagogen-Gemeinde 100
Thlr. mit der Bestimmung, daß die Zinsen alljährlich am Sterbetage
der Erblasserin an eine arme jüdische Familie vertheilt werden sollen.
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1??T?s¥P TO 4' .1 rn Woltàsches Legat,
von dem Kaufmann Gottfr. Wolter zu Bismark (+ 1845) herrüh
rend, Kapital 10,000 Thlr. Die Zinsen sind zur Unterstützung armer
über 60 Jahre alter und jüngerer kranker und arbeitsunfähiger Perso
nen bestimmt.
Wolter sches Stipendium,
von der Wittwe des ScidenhändlerS Wolter geb. Mauritz zu Mollin
1670 gestiftet. Dasselbe wird mit 25 Thlr. auf 4 Jahre an Abkömm
linge der Wittwe Wolter und ihrer beiden Männer Martin Zickcr-
mann und Joachim Wolter, event, auf drei Jahre an andere Wollin-
sche Stadtkinder oder Söhne von Predigern der Synode Mollin ver
liehen. Kollatorcn sind der Superintendent und der Bürgermeister.
Friedensrichter zu Bonn (t 1856) vermachte der Armenkasse daselbst,
ebenso der Minoritenkirche, dem St. Johann-Hospital, endlich dem ka
tholischen Waiseuhause je 300 Thlr. Ein Legat von 200 Thlr. setzte
der Erblasser für den dortigen Veterancn-Vereiu aus.
Wolters do rf sches Stipendium,
18.28 bei Gelegenheit der Feier des Dienst-Jubiläums des Pastors
Wollersdorf (t 1838) an der St. Katharinen Kirche zu'Salzwedcl
mit 500 Thlr. gestiftet. Die Ziirsen erhalt ein Gymnasiast, der sich
durch Kenntniß der orientalischen Sprachen auszeichnet.
Mathias Wred e,
Bürger und Brauer zu Magdeburg, bestimmte mittelst Testaments vom
là.I Mai 1677 fein Vermögen nach Abzug einiger! Legate zu einer mil
den Stiftung.' Die Einkiinftc sollen an ehrliche Hausarme, Bürger
und Bürgerinnen in Portionen von nicht unter 5 Thlr. des JahrcS
» gegeben und am Matthias- und Elisabeth-Tage (24. Febr. und 19.
November) vertheilt werden. Die Stiftung wird von der Armcn-Di-