Full text : Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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allenfalls  ein  Gegenstand  der  Erörterung  und  Kritik  werden
kann,  während  in  andern  Fällen  auch  nicht  einmal  hiezu  hinreichende ­
  Veranlassung  vorhanden  ist.  Besonders  kann  man
bei  Boisguillebert  schon  die  Kundgebung  einer  gewissen  Gesammtanschauung
  und  eine  Art  von  Ueberblick  über  den  Zusammenhang ­
  volkswirthschaftlicher  Erscheinungen  einigerniaassen
  anerkennen.  Wenn  man  aber  zu  jenen  vier  Namen
noch  andere  hinzufügen  will,  indem  man  in  England  und  Frankreich ­
  noch  weiter  zurückgreift  oder  untergeordnete  Erscheinungen ­
  dieser  oder  einer  etwas  späteren  Zeit  herbeizieht,  so  befindet ­
  man  sich  auf  jenem  Abwege,  der  dazu  führt,  die  gleichgültigsten ­
  und  folgenlosesten  Gedanken  zu  Antecedentien  der
wissenschaftlichen  Oekonomie  zu  stempeln.  Die  Philosophen
Werden  sicherlich  nicht  dadurch  gehoben,  wenn  man  sie  mit
Unterschiebungen  auf  Veranlassung  von  solchen  Aeusserungen
bedenkt,  die  von  ihnen  gar  nicht  in  der  Absicht  gemacht  wurden, ­
  besondere  wirthschaftliche  Wahrheiten  auszusprechen.  Man
lasse  also,  wenn  es  sich  um  Volkswirthschaftslehre  handelt,
einen  Hobbes  lieber  zur  Seite,  als  dass  man  seinen  ganz  gewöhnlichen ­
  und  noch  dazu  nur  gelegentlich  ausgesprochenen  Gedanken, ­
  dass  der  Staat  ernährt  werden  müsse,  dass  Land  und
Meer  Nahrungsstofie  liefern  und  dass  zur  Versorgung  mit  den
Gaben  der  Natur  auch  Arbeit  nöthig  sei,  die  Bedeutung  von
volkswirthschaftlichen  Einsichten  vindicirt.  Ja  mit  noch  mehr
Grund  könnte  man  auch  schon  in  dem  Mythos  von  der  Austreibung ­
  der  ersten  Menschen  aus  dem  Paradiese  und  dem  bekannten, ­
  bei  dieser  Gelegenheit  verhängten  Arbeitsgesetz:  „Im
Schweisse  deines  Angesichts  sollst  du  dein  Brod  essen”  —  eine
üationalökonomische  Maxime  und  noch  dazu  eine  solche  finden
Wollen,  deren  alte  und  gute  Autorität  man  wissenschaftlich  gar
ïücht  zu  vcrtlieidigen  brauchte.
Will  man  aber  einen  Hobbes  durchaus  mit  der  Volks-Wirthschaftslehre
  in  Verbindung  setzen,  dann  mag  man  seine
Vorstellung  von  dem  Krieg  Aller  gegen  Alle  in  das  ökonomische ­
  und  sociale  Gebiet  übertragen.  Man  wird  ihn  hiedurch
zwar  nicht  zu  einem  Vorläufer  der  neuern  Socialtheorie  machen;
aber  man  wird  einem  durch  ihn  vorbildlich  gewordenen  Gedanken, ­
  der  zunächst  für  ein  anderes  Gebiet  geltend  gemacht
"^ürde,  eine  dem  Geiste  jenes  Denkers  entsprechende  Anwendung
  geben.  Doch  es  handelt  sich  hier  nicht  um  die  weiteren
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