Full text : John Prince-Smith über den politischen Fortschritt Preußens

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entschiedenem  Uebergewicht,  vorgekommen  sind!  Sie  machen
keine  blinden  Angriffe,  streben  nach  keinen  gewaltsamen
Umwälzungen;  ihre  Anträge  sind  mäßig,  loyal,  sogar  in
unterthänige  Sprache  eingekleidet;  aber  sie  haben  gar  nichts
von  einem  konservativen  Charakter;  sie  wollen  keineswegs
das  Bestehende  als  solches  festhalten,  sondern  zum  Bessern,
wo  es  sich  darbietet,  greifen;  sie  prüfen  mit  Unbefangenheit,
  und  entschließen  sich  mit  muthigem  Vertrauen  auf
ihren  Beruf,  den  Vorschriften  der  Verstandeseinsicht  zu  folgen. ­
  Und  es  handelt  sich  nicht  um  die  Heftigkeit  oder
Geschwindigkeit  ihres  Bewegungstriebs,  sondern  um  das
Faktum,  daß  sie  nicht  stehen  bleiben  wollen,  —  dies  entscheidet ­
  für  ihren  völlig  antikonservativen  Charakter.  Es
kann  sich  nicht  einmal  gegen  die  Bewegungstendenz  auf  den
Landtagen  eine  kleine  hemmende  Fraktion  bilden,  welche
den  Namen  eines  konservativen  Haltpunktes  verdiente.  Wenn
einige  Wenige  sich  von  einem  Antrag  um  eine  zeitgemäße
Reform  ausschließen,  womit  beschönigen  sie  diesen  Nichtbeitritt? ­
  Sie  haben  sich  noch  nicht  von  dem  Segen  des
Vorgeschlagenen  überzeugen  können;  sie  halten  es  für  unrathsam,
  das  gewisse  Gute  für  ungewisses  Bessere  aufs  Spiel
zu  setzen;  sie  wollen  lieber  das  Bessere  von  einer  weisen
Regierung,  welche  des  Guten  so  viel  gab,  erwarten;  sie
wollen  nicht  den  Entschließungen  des  Monarchen  vorgreifen,
um  nicht  in  die  Gefahr  zu  laufen,  seinen  Wünschen  entgegen ­
  zu  handeln.  Dieses  alles  sind  persönliche  Entschuldigungen, ­
  keine  prinzipielle  konservative  Opposition.  Es
haben  sich  freilich  nicht  die  Landtage  aller  Provinzen  so
            
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