Full text : John Prince-Smith über den politischen Fortschritt Preußens

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durchgreifenden  Zwangsmaßregeln  sich  erweisen  müssen,  obgleich ­
  sie  mit  Reformen  im  Sinne  der  Zeitrichtung  so  kühn
als  jede  andere  sein  dürfen,  auch  leichter  als  andere  solche
durchführen  könnten.  —  Unter  zivilisirten  Nationen  ist  die
Regierung  in  dem  Maße  mächtig,  als  die  Verfassung  volksthümlich
  ist;  denn  alsdann  wird  die  ausführende  Gewalt
von  dem  unwiderstehlichen  Beschlusse  der  faktischen  Uebermacht
  stets  unterstützt.  Und  seitdem  in  Preußen  eine  öffentliche ­
  politische  Stimmung  sich  entschieden  kund  thut,  und
einen  bestimmenden  Einfluß  auf  den  Regierungsgang  äußert,
sreichen  die  bisherigen  Mittel  nicht  mehr  aus,  um  der  Regierung ­
  eine  faktische  Absolutheit  zu  bewahrenj.  Bei  der
Verschiedenheit  der  politischen  Richtungen  ist  es  nicht  mehr
möglich,  wie  bei  der  vorherigen  Theilnahmlosigkeit  des  Volks
für  Staatsfragen,  alle  Kollisionen  zu  vermeiden;  daher
muß  die  Regierung  sich  einen  Rückhalt  verschaffen,  womit
sie  sich  sogar  gegen  starke  Opposition  geltend  machen  könne.
Um  eine  Uebermacht  zu  überwinden,  giebt  es  in  der  Natur
überhaupt  keine  Erfindung;  aber  um  sich  stets  auf  der
Seite  der  Uebermacht  zu  befinden,  mithin  immer  mächtig
zu  sein,  giebt  es  ein  höchst  einfaches  Mittel,  nämlich:  dem
Monarchen  Räthe  zu  verschaffen,  die  ihm  nicht  nur  mit
Rath,  sondern  auch  mit  der  That  zur  Seite  stehen  können  —
Männer,  welche,  insofern  sie  das  ganze  Volk  wahrhaft
repräsentiren,  neben  der  Stimme  ihrer  Majorität  auch  die
Einstimmung  der  nationalen  Uebermacht  in  die  Vollstreckullg
des  Beschlusses  herbeibringen.  Welche  Kraft  gewänne  nicht
dadurch  die  ausführende  Gewalt  des  Herrschers!  Und  um
            
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