Full text : John Prince-Smith über den politischen Fortschritt Preußens

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die  Befestigung  feiner  ausführenden  Gewalt  muß  es  ihm
jetzt  vorzüglich  zu  thun  sein;  denn  diese  verbleibt  dem  Monarchen
  und  seinen  Beamten  stets  allein  und  ungekürzt.
Aber  die  Aufgabe  der  Gesetzgebung  kann  er  nicht  immer
mit  seinen  besoldeten  Dienern  allein  erledigen.  Denn  sobald
die  bürgerliche  Sittigung  das  allgemeine  Recht  zur  höchsten
sozialen  Macht  und  die  Aufklärung  zum  Gemeingut  erhoben
hat,  kann  die  höchste  Intelligenz  allein  die  Gesetze  bestimmen. ­
  Möge  ein  Ministerkabinet  immerhin  aus  erfahrenen,
gebildeten,  begabten  Männern  bestehen;  es  kann  doch  nur
einen  fast  unmerklich  kleinen  Theil  der  Intelligenz  einer
kultivirten  Nation  in  sich  schließen,  und  steht  immer  einer
mächtigen  Anzahl  eben  so  gebildeter  und  begabter  Männer
außer  Amte  gegenüber.  Und  um  zu  bewirken,  daß  das
Ministerkabinet  gerade  die  höchste  Intelligenz  in  sich  schließe,
giebt  es  ein  erprobtes  Mittel:  die  konstitutionelle  Einrichtung ­
  nämlich,  wonach  diejenigen,  welche  in  einem  ganz
populären  politischen  Leben  die  geistige  Uebermacht  gewonnen
haben,  das  Kabinet  jedesmal  bilden  müssen.  Dadurch  wird
der  Krone  die  Stütze  der  höchsten  Intelligenz,  als  einzige
bei  einer  hohen  Volksbildung  mögliche  Regierungsmacht,
stets  zugesichert.  Die  von  Vielen  gehegte  Vorstellung,  daß
der  Uebergang  zu  einer  volksthümlichen  Verfassung  eine
Beschränkung  oder  Schwächung  der  monarchischen  Macht
mit  sich  führe,  ist  eine  durchaus  falsche.  Dieser  Schritt
ist,  im  Gegentheil,  ein  Weg,  um  bei  einer  gewissen  Stufe
bürgerlicher  Kultur  das  königliche  Ansehen  zu  befestigen;  —
denn  sobald  die  allgemeine  Sittigung  und  Aufklärung  den
            
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