Full text : John Prince-Smith über den politischen Fortschritt Preußens

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aufzuhalten,  sie  mit  ihrem  Gegenstemmen  davon  zurückprallt.
Sie  dient  auf  jede  Weise  dazu,  eine  politische  Regsamkeit
im  Volke  jetzt  zu  erhalten,  deren  Kraft  sie  kaum  brechen,
deren  Richtung  sie  nicht  bewältigen  kann.
Unb  sollen  wir  dasjenige  bezeichnen,  waö,  nach  unserer
aufrichtigen  Ueberzeugung,  den  Strom  der  politischen  Meinung ­
  bestärkt  und  allgemein  wider  die  Regierung  gewendet
hat,  so  nennen  wir,  ohne  Bedenken,  die  Censur;  denn  es
ist  eine  eben  so  unläugbare  als  auffallende  Thatsache,  daß,
während  unter  Preßfreiheit  es  niemals,  selbst  einer  schlechten ­
  Sache,  an  kräftigen  Wortführern  gefehlt  hat,  dagegen
unter  der  Censur  keine  wirksame  Stimme  für  eine  so  humane ­
  und  wohlwollende  Regierung,  als  wofür  die  preußische ­
  anerkannt  werden  muß,  sich  erheben  kann.  Eine  vollständige ­
  Unterdrückung  aller  öffentlichen  Besprechung  der
Regierungsmaßregeln  durch  die  Presse  ist  zwar  eine  Gewaltthat, ­
  hat  jedoch  einen  Sinn;  denn  alsdann  läßt  die
Regierung  die  Presse  überhaupt  nicht  als  Macht  bestehen
und  hat  sie  weder  für  noch  wider  sich.  Wenn  man  aber
dies  nicht  will,  sondern  politische  Erörterung  gestattet,  alsdann ­
  ist  unbedingte  Preßfreiheit  das  einzige  Mittel,  einen
Antheil  an  jener  Macht,  welche  die  Presse  alsbald  erlangt,
für  die  Regierung  zu  gewinnen.  Eine  Censur,  wie  die
preußische,  gestattet,  daß  man  rede,  will  aber  das  Was  und
Wie  vorschreiben.  Aber  die  Vernunft,  welche,  zwar  unwillig, ­
  einem  Machtgebot  des  Schweigens  gehorcht,  empört
sich  gegen  eine  Willkür,  die  in  ihre  inneren,  unwandelbaren
Gesetze  eingreifen,  ihr  Wesen  verfälschen  möchte.  Die
            
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