thumbs: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

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Dritter Abschnitt 
Sondern durch bloßes Zusetzen von neuem Wert erhält er de! 
alten Wert. Da aber der Zusatz von neuem Wert zum Arbeitsgege» 
stand und die Erhaltung der alten Werte im Produkt zwei ganz ver 
schiedene Resultate sind, die der Arbeiter in derselben Zeit hervor 
bringt, obgleich er nur einmal in derselben Zeit arbeitet, kann dies 
Doppelseitigkeit des Resultats offenbar nur aus der Doppelseitigke! 
seiner Arbeit selbst erklärt werden. In demselben Zeitpunkt mu! 
sie in einer Eigenschaft Wert schaffen und in einer andern Eige? 
schaft Wert erhalten oder übertragen. ; 
Wie setzt jeder Arbeiter Arbeitszeit und daher Wert zu 
Immer nur in der Form seiner eigentümlich produktiven Arbeil® 
weise, Der Spinner setzt nur Arbeitszeit zu, indem er spinnt, d® 
Weber, indem er webt, der Schmied, indem er schmiedet. Durd 
die zweckbestimmte Form aber, worin sie Arbeit überhaupt zusetze? 
und daher Neuwert, durch das Spinnen, Weben, Schmieden werde! 
die Produktionsmittel, Baumwolle und Spindel, Garn und Webstuhl 
Eisen und Amboß, zu Bildungselementen eines Produkts, ein“ 
neuen Gebrauchswertes.?®® Die alte Form ihres Gebrauchswerte 
vergeht, aber nur um in einer neuen Form von Gebrauchswert auf 
zugehen. Bei Betrachtung des Wertbildungsprozesses ergab sic 
aber, daß, soweit ein Gebrauchswert zweckgemäß vernutzt wird zw 
Produktion eines neuen Gebrauchswertes, die zur Herstellung d® 
vernutzten Gebrauchswertes notwendige Arbeitszeit einen Teil der 
zur Herstellung des neuen Gebrauchswertes notwendigen Arbeitszel 
bildet, also Arbeitszeit ist, die vom vernutzten Produktionsmittel af 
das neue Produkt übertragen wird. Der Arbeiter erhält also dP 
Werte der vernutzten Produktionsmittel oder überträgt sie als wert 
bestandteile auf das Produkt, nicht durch sein Zusetzen von Arbel 
überhaupt, sondern durch den besonderen nützlichen Charakter, dur 
die spezifisch produktive Form dieser zusätzlichen Arbeit. Als solch® 
zweckgemäße produktive Tätigkeit, Spinnen, Weben, Schmieden, 
weckt die Arbeit durch ihren bloßen Kontakt die Produktionsmitt® 
von den Toten, begeistet sie zu Faktoren des Arbeitsprozesses und 
verbindet sich mit ihnen zu Produkten. 
Wäre die spezifische produktive Arbeit des Arbeiters nic 
Spinnen, so würde er die Baumwolle nicht in Garn verwandel® 
also auch die Werte von Baumwolle und Spindel nicht auf das Gar 
übertragen. Wechselt dagegen derselbe Arbeiter den Beruf 
wird Tischler, so wird er nach wie vor durch einen Arbeitst# 
seinem Material Wert zusetzen. Er setzt ihn also zu durch seit 
Arbeit, nicht soweit sie Spinnarbeit oder Tischlerarbeit, sonde!? 
soweit sie abstrakte, gesellschaftliche Arbeit überhaupt, und er se” 
eine bestimmte Wertgröße zu, nicht weil seine Arbeit einen besond“ 
ren nützlichen Inhalt hat, sondern weil sie eine bestimmte Zd 
20 „Arbeit setzt neu geschaffenes an Stelle des von ihr vernichteteP 
(„An Essay on the Political Economy of Nations. London 1821“, p. 13.)
	        
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