10- Ģis e N b a h N iv a g c n und Dampfschiffe werden nach der in
den Zahlen 419 und 451 enthaltenen Anordnung gesiegelt.
ce) B e i a u S d r ü ck l i ch bedingten vollkommen sichernden
C o l l i e n - V e r s ch l u ß.
. . ^ Anlegung eines vollkommen sichernden Gollienverschlusses müssen
die Behältnisse der Waaren entweder
n) in eine zweite durchaus gute d. i. nicht zerrissene und nicht gestückelte
Emballage von Leinwand oder dergleichen eingenäht, mit einer oder
mehreren Gordeln kreuzweise umgeben, und es müssen die Nähte, welche
das Materiale der äußeren Emballage zusammenhalten, mittelst einer
ober innrerer biegu geeigneten Gorbein, foloie eg in ber Wegei für
SBaüen oorgegei^^net lourbc, gehörig übernäbt fern, ober eg müssen
dieselben
d) in Kisten bestehen, deren Boden und Seitenwände eingesalzt
(verzahnt) sind. (F. M. Erl. v. 29. Nov. 1853, Nr. 1127 I. N. C.)
b) Untersuchung und Abnahme des amtlichen Verschlusses.
*,... ®fWnn4 bemGmireffen ber unter ^[#6,1936## gelegten
Packe, Behältnisse oder Transportmittel bei dem Amte, an welches dieselben
angelesen lourben, ober gu 11)6%,» sie auf bem Sege au ben Ort ber 0e=
Kimmung gur ^ornaŞme irgenb einer Wmtgbanbfung geteilt merben, ist ber
Mlanb beg amtlichen %erfcbluneg in Gegenwart beg SBaarenfûŞrerg einer
sorgfältigen und genauen Untersuchung zu unterziehen.
Das Amt hat hiebei die Aufmerksamkeit insbesondere darauf zu rich
ten, ob nicht schon der äußere Zustand der Päcke. Behältnisse oder des
^(,»^0^,^ auf eine gegebene Gröffnung unb SBieberOerfdiiießuna
berfeüen Şmlueife, ob n% bie Gorbel ober bie gur Sgerbinbung berfelben
verwendete Drahtschnur Spuren einer geschehenen Trennung und Wieder-
berbmbung an # trage, enblicb ob bag Siegel selbst unüerleüt, unberfälfcbt
und deutlich erkennbar ist. * 1 1 '
S)er Befunb unb bie Sibnabme beg amti%n 93erfdbluffeg, loo biefe
stattzufinden hat, ist auf ber Urkunde, mit welcher die Sendung eingelangt
% zu bestätigen.
Im Falle einer entdeckten Verletzung des amtlichen Verschlusses ist.
sowol was das Zoll- als das Strafversahren betrifft, nach den hierauf Be
zug nehmenden Anordnungen zu Verfahren.
Die abgenommenen Bleisiegel haben stets bei dem Amte zurückzublei-
ven; über deren periodische Abfuhr und Veräußerung bleiben die bestehen
den Vorschriften aufrecht.
(F. M. Erl. v. 29. Nov. 1853, Nr. 1127, N. G. B. Nr. 258.)