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Die Wirklingen des wirtschaftlichen Vorwärtsstrebens, der auf
opfernden Kraftanspannung im Dienste der eigenen Familie, die
Wirkungen dieses Prinzips, das in der Neuzeit das vorherrschende
geworden ist, wären mit Hilfe der Methode Le Play’s hei dessen
weiterem Ausbau wohl zu messen gewesen. Aber sie paßten nicht
in sein Schema der wesentlichen Elemente sozialer Glückseligkeit
und blieben deshalb unverwertet. So ist die Methode Le Play’s
über die Anfänge nicht hinausgelangt.
3. Die Monographie. Der Kähmen der Familie reicht nicht
ans. In der Kritik, die Paul de Rousiers in dem schon er
wähnten Artikel „L’ecole de la Science sociale“ an der Methode Le
Play’s übt, betrachtet er die Tatsache, daß zwischen den Mono
graphien Le Play’s und denen seiner Schüler sehr weitgehende
Unterschiede bestehen, als einen Beweis für die allzu rohe Schemati
sierung der Monographie seines Meisters. Während bei Le Play
das Allgemeine und Wesentliche immer gut herausgearbeitet ist, geben
die Schüler in denselben Paragraphen oft „kindliche Beobachtungen“
wieder oder solche von speziellem Interesse. Aus dieser Ungleich
heit entnimmt de Rousiers, daß das Schema der Monographie viel
zu weit ist und dem Beobachter nicht die nötigen Hilfen gibt. In
Wahrheit liegt der Fehler noch tiefer: es fehlt eine strenge Me
thode der Analyse wie der Synthese. Le Play hat diesen Fehler
nie erkannt, sondern immer geglaubt, daß der gute Wille des Be
obachters und die im Schema liegenden Anweisungen zur Abfassung
einer guten Monographie durchaus genügen.
Vor allem richtet sich die Kritik de Rousiers gegen den Teil
der Monographie, der unter dem Titel „Verschiedene Elemente der
sozialen Verfassung“ die außerhalb der Familie liegenden, von der
Familie zur Gesellschaft hinführenden wesentlichen Bestandteile der
Gesellschaftsverfassung enthalten soll. In dieser unsystematischen
Betrachtungsweise, die auch in der Verschiedenheit der Überschriften
in den einzelnen Monographien ihren Ausdruck findet, erblickt de
Rousiers ein Eingeständnis der Schwäche, des Nichtkönnens.
In der Tat liegt hier eine große Schwäche der Monographie
vor und damit der ganzen Arbeit Le Play’s. Er selbst war wohl
imstande, auf Grund seiner Erfahrungen und Beobachtungsgaben die
wesentlichen Punkte richtig zu erfassen und hervorzuheben. So
lange er lebte, hat er an allen Monographien, die seine Schüler
fertigstellten, mitgearbeitet oder sie nachgeprüft. Er hätte also auf
fällige Lücken, die sich in diesem Teile zeigten, entdecken und ev.