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mehr möglich, geschweige denn bei Arbeiterfamilien in Paris, Shef
field usw. Ein Vergleich zwischen Familien, die in ihrer Bedeutung für
den Zustand der Gesellschaft so verschiedenwertig waren, mußte zu
schiefen Ergebnissen führen. Manche Schüler Le Play’s haben diesen
Mangel erkannt und haben sich bemüht ihn auszufüllen, wobei sie
sich freilich von Le Play’s ganzem Verfahren weit entfernten.
Kritik der Monographie im einzelnen. Vorbemerkungen.
Man hat bisher, namentlich bei uns in Deutschland, sich darauf be
schränkt, gewisse Unzulänglichkeiten der wissenschaftlichen Technik
Le Play’s zu kritisieren, die sich von vornherein erkennen lassen,
z. B. die Tatsache, daß er die Einnahmen und Ausgaben der Familie
lediglich auf Grund von Unterhaltungen mit deren Angehörigen
festzustellen suchte. Aber dies reicht nicht aus. Um über den
Wert der Familien-Monographien ins klare zu kommen, ist es nötig,
einzelne von ihnen soweit wie möglich nachzuprüfen. Das ist mit
französischen Monographien schon geschehen l ). Wir haben es auch
bei Monographien deutscher Familien zu tun versucht, um festzustellen,
inwieweit er genau beobachtet, die Kausalzusammenhänge richtig
und allgemeingültig erfaßt hat.
Der Versuch hat mit der Schwierigkeit zu kämpfen, daß die Mono
graphien Le Play’s spätestens um die Mitte des vorigen Jahrhunderts
aufgenommen sind, also weit zurückliegen. Immerhin konnte man
hoffen, über die damaligen allgemeinen Verhältnisse, vielleicht sogar
über die einzelner Familien Material zu erlangen, wenn man Mono
graphien aus einer Gegend wählte, hinsichtlich deren viel Literatur
vorliegt, und wo die Verhältnisse seit der Mitte des vorigen Jahr
hunderts sich nicht völlig verändert haben.
Die Wahl fiel in erster Linie auf die Monographie eines
Solinger Waffenschmiedes, die in beiden Auflagen der
„Ouvriers europeens“ (2. Aufl. Bd. III) veröffentlicht ist. Dieser
Waffenschmied war ein sogenannter „Aufschläger“, der die
Klingen und Hefte zusammensetzte. Für die Nachprüfung der als
Anhang II abgedruckten Monographie wurde an Ort und Stelle
einiges Material gesammelt. Es gelang sogar, die Familie des Auf
schlägers mit Hilfe mehrerer mit den Verhältnissen vertrauter alter
Leute einwandfrei nachzuweisen. Zwei in der Monographie erwähnte
’) R. Pinot, Monographie du Jura bernois (Science sociale 1887); Butel,
La vallee d’Ossau; etude sur la population originaire et la pretendue famille-souche
des Pyrenees (Science sociale 1892/93).
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