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im allgemeinen konstanter, die Kosten aber für den
Ausbau der Wasserkraft sind höher; im Gebirge ist die
Kraft weniger konstant, die Ausbaukosten sind dagegen
häufig relativ gering. Die Inkonstanz der Wasserkräfte
fällt für die Carbidfabrikation nicht so schwer
ins Gewicht, weil in den Herbstmonaten, in der Hauptproduktionszeit,
entsprechend dem Lichtbedürfnisse,
die Wasserkräfte zum mindesten ihre Normalleistung
haben, so dass im allgemeinen die Kostenfrage des
Ausbaues massgebend ist.
Aus diesem Grunde haben deshalb auch die
Carbidfabriken die Wasserfälle in den Hochländern
Norwegens, Schwedens und der Schweiz ausgenutzt.
Als einziges Werk in der norddeutschen Tiefebene
ist das Brandenburgische Carbidwerk mit 140 > PS.
zu nennen. Dasselbe wird von einer Wasserkraft gespeist,
die durch eine Talsperre gewonnen ist.
Inwieweit die isolierte, durch die Wasserfälle bestimmte
Lage der Carbidwerke fern ab von dem
eigentlichen Konsumgebiet auf die Materialpreise, die
Arbeiterverhältnisse und die Konkurrenzfähigkeit untereinander
von Einfluss gewesen ist. ist weiter unten gezeigt.
Was die Besitzverhältnisse der Wasserkräfte anbetrifft,
so ist in allen Fällen eine Pachtung vorzuziehen,
vorausgesetzt, dass nicht die Wasserkraft
pauschal verpachtet, sondern die tatsächlich verbrauchte
Leistung in Rechnung gesetzt wird.
Dies hat den Vorteil, dass die Unkosten für die
Wasserkraft als Spezialunkosten, nicht als Generalunkosten
sich der tatsächlichen Produktion anpassen
können, sodass bei einer Verminderung der Produktion,
also bei schlechtem Geschäftsgang, keine Erhöhung
der Generalunkostenquote für die Einheit des Produktes
eintritt. Meines Wissens ist ein ähnlicher Pachtvertrag
nur mit einer einzigen Firma geschlossen worden. Ein