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bekannt geworden: Ein österreichisches Werk zahlt
während 10 Jahre für 2000 PS. pro Jahr 98 000
Kronen, sodass sich die Pferdekraft auf rund 40 M.
stellen würde. Ein Schweizer Werk zahlt für eine
Wasserkraft, die zwischen 1000-1200 PS. schwankt,
36 000 Francs, pro PS. also 24—28,80 M. Ein anderes
ausländisches Werk zahlt für 3000 elektrisch abgegebene
PS. einschl. der Miete für das Fabrikgebäude
130 000 Frs. Rechnet man für die Miete 10 000 Frs.
ab, so stellt sich die Pferdekraft pro Jahr auf
40 Frs. = 32 M. Dies ist für Schweizer Verhältnisse
ein ziemlich allgemein gültiger Preis. In Deutschland
ist es zur Zeit (Anfang 1904) allein das Brandenburgische
Carbidwerk, das die Wasserkraft gepachtet
hat. Der Pachtpreis pro PS. soll 30 M. pro Jahr betragen,
jedoch liess sich etwas Bestimmtes hierüber
nicht in Erfahrung bringen. Dieser für deutsche Verhältnisse
niedrige Preis würde allerdings nur dadurch
zu erklären sein, dass hier besonders günstige Umstände
beim Erwerb der Grundstücke mitgesprochen
haben, dann aber auch, dass die Wasserkraft durch
eine Talsperre gewonnen wurde, die sowieso erforderlich
war. Sonst kann man im Durchschnitt in Deutschland
mit einer Pachtsumme von 80 M. pro PS. rechnen.
Dieser Preis wurde auch einem Pachtverträge einer
Wasserkraft von 3500 PS. in der Nähe von Augsburg
in allerjüngster Zeit zu Grunde gelegt. Bemerkt sei
noch, dass die Aluminiumindustrie Neuhausen 4 Frs.
lediglich für die Wasserentnahme aus dem Rheinfall
bei Neuhausen pro PS. und Jahr zu zahlen hat.
Die meisten Werke in Deutschland haben dagegen
ihre Wasserkräfte in eigenem Besitze. Diese
Rechtsform hat Vorteile wie Nachteile. Reüssiert die
Gesellschaft, so verkleinert das grosse Anlagekapital
die Dividende in sehr starkem Masse, während bei