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zu kam noch, dass die nordischen Werke eine
Vereinbarung getroffen hatten, aus der später das
schwedische Syndikat hervorging und zugleich der
Zolltarif-Entwurf seine Schatten schon voraus warf.
Schliesslich und als wichtigster Grund tauchten Gerüchte
auf, dass ein neues Syndikat, das sämtliche
Carbidwerke umfassen sollte, in der Bildung begriffen
sei und in Funktion treten würde, sobald das bestehende
Syndikat sich auflösen würde. Dies geschah am
1. September 1901, also nach nur 9monatlichem
Bestehen.
Sein geringer Erfolg ist auf besonders missliche
Umstände zurückzuführen. Die vom Syndikat vorgeschriebene
Produktionseinschränkung stiess eine grosse
Anzahl von Fabriken, besonders die billiger produzierenden,
ab. Dazu kamen noch ungünstige Witterungsverhältnisse,
die den Absatz erschwerten, und
eine allzu grosse Vorsicht, besonders den Zwischenhändlern
gegenüber.
4. Das zweite Syndikat
Die Konstitution des zweiten Syndikats ging unter
weit günstigeren Auspicien vor sich. Die Carbidvorräte
der Zwischenhändler waren beinahe aufgebraucht,
während die Fabriken mit ihren geringen
Vorräten zurückhielten. Die neue Vereinigung brauchte
also nicht von vornherein durch rigorose Bestimmungen
über Produktionseinschränkungen die Unschlüssigen
abzustossen. Dazu kam noch, dass sich ganz allgemein
die Erkenntnis bei den Carbidwerken durchgerungen
hatte, dass nur durch einen engen Zusammenschluss
eine Besserung der Lage erzielt werden könnte.
Als wichtigster Faktor, der die Gründung des neuen
Syndikats begünstigte, ist jedoch die beinahe gleichzeitig
erfolgende Kartellierung der österreichischen,
schwedischen und französischen Werke anzusehen.