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Die eingelaufenen Aufträge werden von der Geschäftsstelle
den einzelnen Mitgliedern überwiesen, die je
nach ihrer Leistungsfähigkeit kontingentiert sind. Die
ausserordentlich geringe Beschäftigung hat jedoch zahlreiche
Fabriken veranlasst, nach der Betriebseinstellung
im Sommer 1902 die Produktion überhaupt nicht wieder
aufzunehmen, sondern ihre Quote einzelnen Fabriken
zu übertragen, die dann vollbeschäftigt bedeutend
billiger produzieren konnten. Jede Fabrik ist verpflichtet,
einen Stock von 10% ihrer Produktionsquote
ru halten. Ueber das Abrechnungsverfahren zwischen
der Geschäftsstelle und den einzelnen Fabriken ist
nichts bekannt geworden. Es scheint aber, als ob die
Regulierungen innerhalb kleiner Zeiträume stattgefunden
haben, denn die Bilanzen der einzelnen Firmen,
die zu ganz verschiedenen Jahreszeiten abschlossen,
weisen nach der Gründung des Syndikates keine
anormale Steigerungen des Debitorenkontos auf, was
doch der Fall, wenigstens bei einigen, hätte sein müssen,
wenn langfristige, z. B. jährliche Abrechnungen stattfänden.
Einen ungefähren Anhaltspunkt gibt uns auch
die Monatstabelle der Einfuhr nicht. Wenn man nämlich
von der Ansicht ausgeht, dass die Ware immer
erst kurz vor dem Abrechnungstermin auf den Markt
geworfen würde, um an Zinsverlusten zu sparen, so
müsste der Import mit einer bestimmten Regelmässigkeit
fluktuieren. Allerdings zeigt nun die Monats-tabelle
(II) um den Quartalsersten herum meistenteils eine bedeutende
Zunahme, aber auch bereits zu Zeiten vor dem
Syndikat, sodass ein absoluter Beweis hierdurch nicht
zu erbringen ist, wenn auch ein Causalconnex zwischen
dieser regelmässigen Erscheinung und der Flüssigkeit
des Geldes zu diesem Zeitpunkte wahrscheinlich ist.
Was nun den Vertrieb der Ware anbetrifft, so
verkaufen die Generalvertreterinnen des Syndikates