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Schlußfolgerungen
sie steht je höher, je mehr sie es versteht, ihr Kind
über sich hinauszupflanzen.
Ñus demselben Gedankengange heraus sind die Vil-
dungs- und Crziehungsfragen zu beurteilen. Da die
Leistungsfähigkeit eines Volkes auf wirtschaftlichem Ge
biete sich in ungeahntem Verhältnis zu seiner Bildung
und seiner Intelligenz steigert, -so geht aus unserem
Leitsatz ferner hervor, daß alle Aufwendungen, die
für Erhöhung dieser Faktoren, also für Volksbildung,
Erziehung, Hygiene, Kunst und Wissenschaft gemacht
werden, in ganz direkter weise werte schaffend, also
produktiv sind, allerdings nicht in dem Zinne, wie
ein Halbfabrikat durch Ñrbeit in kurzer Zeit zu einem
Hertigfabrikat wird, oder wie ein Kornfeld die
Düngung im Rlärz schon mit einem Ertrag im August
iohnt, wohl aber im Zinne einer produktiven Kapital
anlage für die Zukunft.
Gemeinhin pflegt man die genannten Aufwen
dungen unter die Rubrik „für kulturelle Zwecke" zu
bringen und deutet damit an, daß man innerlich einen
Unterschied zwischen diesen und anderen staatlichen Ka
pitalanlagen macht, viele Volksvertreter bewilligen
diese Zummen für kulturelle Zwecke überhaupt nur
aus einem gewissen Idealismus heraus; andere halten
sie sogar für ein vom Bildungsfanatiker erfundenes
notwendiges übel.
Es gibt Volksvertreter, die dem Staate freudig
Dlillionen bewilligen zur Aufforstung von Gdländereien,
weil sie eine solche Kapitalanlage für produktiv hal
ten, die aber sehr saure Gesichter machen, wenn man
solche Summen für Zchulzwecke fordert, weil sie mei
nen, hierbei handle es sich nicht um reale, sondern
nur um ideelle werte.