Full text: Laienbrevier der National-Ökonomie

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3. Kapitel 
verheerende Menschenströme errichtet werden, sind da 
gegen in der herrschenden Meinung unproduktiv. 
wir sagen: nur das Unzweckmäßige ist es, 
nur die verkehrt angelegten Dämme, die mangelhaften 
Befestigungen, Soldaten, die nicht schießen können, Be 
amte, die überflüssig sind, Ärzte, die nicht zu heilen 
verstehen, Bauern, die ihre Äcker nicht pflegen, usw. 
Alles das ist unproduktiv. 
Durch die Arbeit in ihrer einfachsten Form will 
der Mensch natürlich zunächst seine eigenen Bedürf 
nisse und die seiner Familie befriedigen, und da er 
scheint es als erster Grundsatz, daß das, was er er 
arbeitet, auch sein Eigentum sei. 
Nun habe ich oben die Ansicht ausgesprochen, daß 
Eigentumserwerb sowohl durch Kampf als durch Ar 
beit stattfinden kann. 
was folgt daraus? Daß dort, wo in einem Volke 
durch Konsolidierung des Staates der brutale Kampf 
aller gegen alle ausgeschaltet worden ist, auch der 
Ligentumserwerb durch Kampf ausschaltet, und nur 
der durch Arbeit übrig bleibt oder übrig bleiben 
sollte. In den Beziehungen von Volk zu Volk da 
gegen bilden heute noch Kampf und Macht die ein 
zigen Rechtstitel des Eigentums, was am deutlichsten 
zutage tritt, wo es sich um Landbesitz handelt. 
Ebensowenig wie ein einzelnes Individuum, kann 
ein Volk sagen: „dieses Land ist mein", solange ein 
stärkeres denselben Anspruch erhebt. 
Das ist eine Tatsache, von der sich gar nichts 
wegdisputieren läßt. 
Nur die vereinten Kraftanstrengungen eines Vol 
kes haben den Boden, auf dem es lebt, erworben, nur
	        
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