IL Capitel.
Die Vorzüge des gesellschaftlichen Eigentums
„We are all socialists now.“
Sir William Harcourt.
Wenn die Socialisten, gestützt auf die fortschreitende
capitalistische Concentration und ihre Consequenzen in
Hinsicht auf die Ausbeutung der Arbeit, die Socialisierung
der bereits für den Collectivismus reifen Industrieen for
dern, so thun sie schliesslich nichts anderes, als die Ten
denz zu verstärken und zu verallgemeinern, die sich bereits
im Schosse der heutigen bürgerlichen Gesellschaft selbst
durchsetzt.
Wir wollen gar nicht von der seit Jahrhunderten
socialisierten Justizpflege sprechen, oder von dem Unter
richt, der trotz des Widerstandes der Kirche mehr und
mehr zu einem öffentlichen Dienste wird: es ist unbestreit
bar, dass auch in der wirtschaftlichen Ordnung der Collec
tivismus die Tendenz zu immer weiterer Verbreitung zeigt.
„Die Verstaatlichung gewisser Betriebe,“ so sagt Hamilton,
„ist bereits so vollkommen durchgeführt, dass die Rück
kehr zum Privatbetriebe gar nicht mehr in Frage kommen
würde, z. B. im Münzwesen, bei der Post, bei den Land
strassen u. s. w. Die Gründe dafür sind leicht zu begreifen :
Je mehr die Civilisation fortschreitet, um so mehr müssen
derartige Institutionen im grossen Masse betrieben werden,
einheitlich und mit Beziehung aufeinander. Wenn sie
Privatpersonen oder Gesellschaften anvertraut wären, so
müsste doch ihr Betrieb mit einem Personal durchgeführt
werden, das dem der Staatsanstalten gleichkäme und folg-