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Apotheken Drogenhandlungen 1 Drogenhandlg.
auf 1000 Einw.
Magdeburg:
Stettin :
Nürnberg:
Würzburg:
Dresden:
Leipzig:
Heilbronn:
Heidelberg:
Mainz:
Worms:
Rostock:
Schwerin:
Wismar:
Lübeck:
Bremen :
Hamburg:
17
15
19
12
24
34
5
5
8
3
5
4
3
10
13
55
53
37
42
17
75
106
20
10
25
10
17
9
8
21
40
210
4
3,5
4
4
4
3.5
1.5
3.5
3
3
3
4
2
3
3,5
3 .
Dass nun diese Drogenhandlungen trotz der gesetzlichen
Bestimmungen einen grossen Teil des von den Apothekern
betriebenen Handverkaufes an sich zu ziehen verstanden haben,
hat seine triftige Ursache. Artikel die nicht Privileg des Apothekers
sind, und beim Drogisten ebenso gut und billiger zu
haben sind, kauft man natürlich beim Drogisten. Auch vom
volkswirtschaftlichen Standpunkte aus kann diese Konkurrenz
nur gut geheissen werden. Die Drogenhandlungen hätten auch
gar nicht eine solche Ausdehnung angenommen, wenn das
Publikum nicht fortwährend nach billigen Arzneimitteln verlangt
hätte.
Trotzdem tritt z. B. Andrée i) nicht für eine Vermehrung
der Apotheken ein. Er glaubt, dass die Leistungsfähigkeit
einer Apotheke gefährdet ist, sobald sie in grösseren Städten
mit weniger als 10000 Einwohnern rechnen müsse. Nur bei
steigender Bevölkerung und wachsender Wohlhabenheit sei
eine allmähliche Vermehrung der Apotheken notwendig und
selbstverständlich, einmal um die Bequemlichkeit des Publikums
willen, sodann um den nach Selbständigkeit strebenden Gehilfen,
denen das Geld zum Ankauf fehlt, entgegenzukommen. Allein
bei alledem müsse die gesetzlich vorgeschriebene Rücksicht auf
die bestehenden Apotheken auch genommen, eine gewisse Entfernung
inne gehalten und eine gewisse Einwohnerzahl als
i) Andrée: die Apotheken der Provinz Hannover. 8.498.
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