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Unterdessen erschien das Münzgesetz vom 10. Dezember
1878, mit welchem dem serbischen Geldwesen die Grundlage
gegeben wurde. Die Absicht, welche diesem Gesetze zu Grunde
lag, scheint zunächst die gewesen zu sein, in Serbien ebenfalls
die Doppelwährung nach dem Muster der Vertragsstaaten vom
Jahre 1865 einzuführen. Die 5-Dinarstücke, die dem französischen
Wertverhältnis von 1:15 1 / 2 entsprechend ausgeprägt
wurden, waren nämlich zu Zahlungszwecken bis auf den verhältnismässig
hohen Betrag von 500 Dinaren zugelassen. Bis
zu dieser Summe konnten also Zahlungen im Lande nach
Belieben, in Gold oder Silber geleistet werden, was unter
Berücksichtigung der beschränkten Dimensionen, in denen sich
der serbische Landesverkehr bewegte, fast auf eine Gleichstellung
des Silbers mit dem Golde im Sinne einer Doppelwährung
hinauslief. Man könnte vielleicht die durch das Gesetz
beabsichtigte Währung Serbiens auch als eine hinkende bezeichnen,
um dadurch nur das charakteristische derselben zum
Ausdruck zu bringen, dass nämlich die Silbermünzen bei
Zahlungen bis zu einer ziemlich weitgesetzten Grenze mit den
Goldstücken gleich berechtigt waren, während dieselben bei
reinen Goldwährungen ausschliesslich auf die Verwendung als
Scheidemünzen beschränkt erscheinen. ■— Andrerseits war aber
doch mit der Beschränkung der Zahlungsfähigkeit des Silbers
der Grundsatz der Doppelwährung, welcher die unbegrenzte
Zahlungskraft der beiden Metalle fordert, als aufgegeben zu
betrachten. Und so ist es in Wirklichkeit die Goldwährung,
welche dem Wortlaute des Gesetzes nach für Serbien in
Aussicht genommen war. Auch an der Tatsache, dass
laut dem in Rede stehenden Gesetze an 5-Dinarstücken bloss
1 Million Dinarstücke geprägt wurden, ist, zu ersehen, dass
der Verwendung von Silbermünzen für Zwecke grösserer
Zahlungen eine nur untergeordnete Rolle zugewiesen war
und das Gold ausschliesslich die Basis zu bilden hatte,
auf welcher die Währung des Landes gegründet werden
sollte.
Im Jahre 1878 wurden nun bekanntlich an Goldmünzen
10 Millionen Dinare geschlagen, an Silbermünzen
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