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XIII. und XIV. Jahrhundert in seiner ökonomischen und
kulturellen Entwickelung eine hohe Stufe erreicht hat, die
zwar nicht mit derjenigen der fortgeschrittensten Völker des
Mittelalters zu vergleichen ist, aber immerhin ein Zeugnis
davon liefert, dass das alte Serbien ein würdiges Mitglied der
damaligen Kulturländer gewesen ist und somit die Münzen
aus dieser Zeit als Denkmäler der einstigen Grösse der Serben
betrachtet werden können.
Natürlicherweise ist das serbische Geldwesen nicht selbständig
aus sich selbst entstanden, sondern es musste sich den
im Mittelalter herrschenden Systemen entsprechend gebildet
haben. Dies vorausgesetzt ist zunächst das byzantinische Geldsystem
zu berücksichtigen und in demselben das Schema zu
vermuten, welches auch der serbischen Münzprägung im XIII.
und XIV. Jahrhundert zur Grundlage diente. Wie im Jahre
1789 Frankreich das Silber als Währungsmetall angenommen
hat, welchem Beispiel auch andere Staaten folgten, während
England zu diesem Zwecke das Gold beibehielt, so bildete
das Gold das primäre Metall auch im byzantinischen Kaiserreiche.
Das Silber war dem Golde untergeordnet und erhielt
durch Monetisierung einen seinen Metallwert übersteigenden
Wert, weshalb auch hauptsächlich die byzantinische Silberprägung
von starken Schwankungen begleitet war. Dagegen
weist die Goldprägung eine Gleichmässigkeit auf, welche dem
byzantinischen Goldsolidus allgemeines Vertrauen erwarb und
ihn zur Welthandelsmünze des Mittelalters gemacht hat. 1 )
Das Geldsystem des oströmischen Kaiserreiches, tvelches auch
während des XIII. Jahrhunderts Geltung hatte und somit auf
das serbische Geldwesen einen Einfluss hat ausüben können,
datiert vom Jahre 312, als Kaiser Konstantin der Grosse
J ) Aussi, mßme a une dpoque oü le nom romain avait tant perdu de
son ancien prestige, un voyageur indien, nommd Kosmas, contemporain
de Justinieu Ier nous apprend dans ses dcrits quc de son temps — le
trafic du monde connu s’operait au moyen de l’or romain, qui dtait re(;u
et admird partout. — Sabatier, Description gdndrale des monnais byzantines
1862 I, S. 48—49.
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