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2 Stücke aus der zweiten Hälfte desselben Jahrhunderts ein
Durchschnittsgewicht von nur mehr 1.75 Gramm und 4 Münzen
des Zaren Duschan ein Gewicht von 1.35 Gramm, während
das schwerste Silberstück des Despoten Georg Brankovic aus
dem XV. Jahrhundert nur noch 1.20 Gramm schwer ist. 1 )
Dieser Zug einer sich stets verschlechternden Ausprägung der
Silbermünzen ist auch anderwärts nachweisbar, so bezüglich
der bulgarischen und bosnischen Silbermünzen und namentlich
auch der Groschen von Venedig. Wenn also auch diese
Silberstücke in den genannten Gebieten Münzen desselben
Geldsystems gewesen sind, wurden sie doch dem Werte nach
unterschieden. Der wenig entwickelte Verkehr und die geringe
Kultur brachten es nämlich mit sich, dass diese Münzen in
verschiedenen Ländern und Städten verschieden ausgeprägt
und daher auch zu verschiedenen Kursen im Verkehr angenommen
wurden. Daraus ist es zu erklären, dass nebst dem
Perper stets auch die Münzsorte, in welcher gezahlt werden
sollte, nach ihrer Prägestätte bezeichnet wurde, z. B.: 1000
Perper in Dinaren von Bagusa, oder: 800 Perper in Dinaren
von Cattaro. Dass die Dinare nicht überall gleich geprägt
wurden, wird durch einen Streitfall bestätigt, welcher im Jahre
1282 zwischen dem serbischen König Stephan Dragutiu und
der Republik Venedig entstanden ist. Die serbischen Dinare
wurden nämlich unter diesem König ganz nach Art und Weise
der Groschen von Venedig geprägt und sind daher in grosser
Menge auch in venetianische Länder eingedrungen. Da sich
nun herausstellte, dass diese Dinare schlechter geprägt waren
und zwar einen um 10°/ 0 niedrigeren Wert hatten, als die
Münzen von Venedig, verbot die Republik die Einfuhr serbischer
Münzen in ihre Länder, zu welchem Zwecke auch eine besondere
Aufsichtsbehörde (officiales grossorum Raxie) ins Leben
gerufen wurde. Nur in Ragusa wurde deren Umlauf gestattet,
um den bedeutenden Handelsverkehr nicht zu stören, welchen
diese Stadt mit den Ländern der Serben unterhielt. 2 ) Dass
’) Mijatovie, Financije. S. 227. Glasnik XXXVII. S. 227.
-) Ljubie, Opis, S. 53.