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zum Zwecke der Erleichterung des Verkehrs mit den unter
venetianischer Herrschaft stehenden Küstenstädten wurden
die serbischen Groschen in dem Masse nach Art der venetianischen
geprägt, „dass die einen von den anderen, ohne die
Aufschriften auf denselben zu berücksichtigen, nicht zu unterscheiden
sind.“ 1 ) Die Krone, w r elche die serbischen Könige
dieser Zeit auf den Münzen tragen, ist eine Strahlenkrone nach
westlicher Art, im Gegensatz zur geschlossenen Krone der
oströmischen Kaiser. Seit der Auseinandersetzung, welche
König Stephan Dragutin wegen der schlechteren Ausprägung
der Silberstücke im Jahre 1282 mit der Republik Venedig
hatte, ist im serbischen Münzwesen das renetianische Element
zurückgetreten. Die serbische Münze bis zur Zeit des Zaren
Stephan Duschan weist mehr eigenartige, nationale Züge auf,
während von dieser Zeit an der byzantinische Einfluss in den
Vordergrund tritt. Auf der Aversseite ist von nun an gewöhnlich
der Erlöser zu sehen, welcher nach Art der griechischen
Kirche den Segen erteilt; auf der Reversseite der Zar
auf dem Throne, entblössten Hauptes oder unter geschlossener
Krone, in der Rechten das Szepter, in der Linken das Schwert
oder die Weltkugel; oder der Zar und die Zaritza sitzend
oder stehend, zwischen ihnen eine Stange mit einem Kreuze
oder einer Kahne am Oberende; dann noch der Zar zu Pferde,
oder es ist die ganze Reversseite nur mit Aufschriften versehen.
Der byzantinische Stil hat sich mit kleinen Veränderungen
auch auf den Münzen der folgenden Zeit erhalten.
Einige Münzen des Fürsten Lazar, der in der Schlacht auf
dem Amselfelde (1389) gefallen ist, zeigen neben dem Bildnisse
des Fürsten auch seine abgeschlagene Hand zur Erinnerung
an seinen Tod, zugleich auch ein Beweis, dass diese
Stücke später geschlagen wurden; auf einigen Münzen des
Georg Brankovic (1427—1446) sieht man den Despoten vor
dem Throne stehend, mit dem Schwerte in der Rechten und
der Weltkugel in der Linken etc. 2 ) Auch die Benutzung
J ) Ljubie, Opis, S. XVI.
-) Daselbst S. XVI—XVII.