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gaben an diese und an den Sultan verpflichtet. Die hauptsächlichste
Steuer war der Haradsch, welchen jeder männliche
Einwohner vom 7. bis zum 80. Lebensjahre zu zahlen verpflichtet
war und welcher von türkischen Beamten grausam
eingetrieben und nach Konstantinopel geschickt wurde. Eine
zweite Steuer war der Pores, welcher zur Bestreitung der
Administrations-Auslagen des Paschas diente; die Türken
teilten nämlich ihre Länder in Paschaliks ein und so bildete
auch der grösste Teil der von Serben bewohnten Gebiete das
sogenannte Belgrader Paschalik mit einem Pascha an der
Spitze. Der Pores wurde jährlich zweimal eingehoben, seine
Höhe war keine beständige, sondern wurde nach dem Bedarf»
des Paschaliks stets von neuem halbjährlich festgesetzt. Diese
Steuer war wegen ihrer Grösse die drückendste und bildete
eine der schwersten Lasten, welche das serbische Volk unter
den Türken zu tragen hatte. Die Abgaben an die Spahis
bestanden in Geld und Naturalien, wurden aber später in
eine Geldsumme umgewandelt. Es gab noch Steuern und
Dienstleistungen, dann eine Kindersteuer, indem nämlich die
Serben jedes 5. Jahr 10000 Knaben an den Sultan abzuliefern
verpflichtet waren. Türkische Kommissäre bereisten
die serbischen Gegenden und es mussten ihnen von den Serben
alle 10—12jäbrigen Knaben vorgeführt werden; die ausgesuchten
wurden schonungslos abgeführt und aus ihnen die
berühmten türkischen Eusstruppen der Janitscharen gebildet. 1 }
Aus diesen Andeutungen ersieht man den Geist der
türkischen Staatseinrichtungen; gegründet auf dem Islam,
welcher die Gläubigen auffordet, die Erde mit dem Schwerte
zu erobern, tragen alle diese Institutionen den Zweck in sich,
die bestmögliche militärische Organisation herzustellen. Nationalökonomische
Ansprüche konnten hierbei nicht berücksichtigt
werden. Jener Grundsatz, wonach die Mohamedaner als die
Herren und die Andersgläubigen als Knechte zu betrachten
sind, lässt erkennen, wie sich das Wirtschaftsleben der Serben
b Petroviß, Financije i ustanove obnovljene Srbije. (Die Finanzen
und Einrichtungen des restaurierten Serbiens.). 1890. S. 135.