rauten sich ergibt, in welchen zu lesen ist, dass in jedem
Zentner Kupfermünzen im Werte von 1250 Steuerpiastern
enthalten waren, so dass 1396 Zentner, wie viel insgesamt
ausgeprägt wurde, 1745000 Steuerpiaster wert waren. In
Dinaren der heutigen serbischen Währung ausgedrückt, hatte
dieses Kupfergeld einen Umlaufswert von 698 000 Dinaren;
denn es geben die oben festgestellten
4685000 Stücke 4 10 Para = 468500 Dinare
3830000 „ „ 5 i „ = 191500 „
3800000 „ „ 1 ' „ = 38000
698 000 Dinare,
welchen Betrag man durch Umrechnung des in Steuerpiastern
ausgedrückten Gesamtwertes des geprägten Kupfergeldes
(1745000) ebenfalls erhält, indem nämlich 2 :1 / 2 Steuerpiaster
oder 100 Steuerpara (s. weiter unten) auf 1 Dinar gerechnet
wurden.
Durch diese neuen Kupfermünzen sollten nun die bisher
im Umlaufe sich befindlichen österreichischen ersetzt werden,
und es wurde zu diesem Zwecke schon am 10. Februar 1869
die Einfuhr von alten österreichischen Kupfermünzen untersagt.
1 ) Da man auch noch den Wert dieser fremden Kupferstücke
vorher herabgesetzt hatte, wurden sie mit dem Gesetze
vom 24. Oktober 1870 * 2 ) ausser Kurs gesetzt und innerhalb
einer kurzen Frist nur noch von den Kassen des Staates
zwecks ihrer Einlösung gegen die neuen serbischen Kupfermünzen
in Empfang genommen.
Dass die Emanzipation des serbischen Geldwesens gerade
au den Kupfermünzen begonnen hat, erklärt sich aus dem
Schicksale, von welchem der Piaster zuletzt betroffen wurde.
Wie bereits besprochen, weist dieses Geldstück im Laufe der
Zeit eine stete Wertverminderung auf. Bei der Betrachtung der
Preisbewegung der in Serbien zirkulierenden fremden Münzen,
namentlich des Dukatens, ersieht man, dass der Piaster bis in
den Anfang des XIX. Jahrhunderts in gegenwärtiger serbischer
*) Zbornik Zakona (Gesetzes-Sammlungen), B. 22, S. 18.
2 ) Daselbst B. 23, S. 124.