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augenmerk auf die ökonomische Natur unseres Institutes zu
richten ist. Auf diese Weise wird es dann gelingen, die vielen
Meinungsverschiedenheiten aus dem Wege zu räumen und insbesondere
eine Rechtsprechung zu schaffen, welche den Verkehrsgewohnheiten
voll und ganz entspricht. Wir dürfen dann
hoffen, dass die Worte aus dem bekannten Kommentar zum
neuen Handelsgesetzbuche von Düringer-Hachenburg 1 ), die
juristische Konstruktion am grünen Tische habe mehrfach zu
Ergebnissen geführt, welche weder den Anschauungen, noch
den Bedürfnissen des Verkehrs gerecht werden, nur für die
Vergangenheit und nicht mehr für die Zukunft zutreffen.
Unsere Arbeit behandelte ferner die wirtschaftliche und
kaufmännisch-technische Seite der laufenden Rechnung. Wir
stellten dem amerikanischen und englischen Depositen- und
Scheckverkehr den deutschen gegenüber und sahen, dass
Deutschland in dieser Hinsicht noch weit hinter den genannten
Ländern, selbst wenn wir die dort herrschende
andere Buchungsweise berücksichtigen, zurücksteht. Allerdings
bietet Deutschland ein Aequivalent dafür in seinem gewaltigen
Giroverkehr, welcher den ersten Platz in der Welt
einnimmt, was aus dem Vergleiche der Umsätze dieses Geschäftszweiges
bei den deutschen Banken mit denen anderer
Länder zu entnehmen ist. Damit soll aber nicht gesagt sein,
dass bei uns der Kontokorrentverkehr gegenwärtig die höchste
Stufe der Vollendung erreicht hat. Wir werden vielmehr danach
zu trachten haben, auch diejenigen Formen der laufenden
Rechnung, mit denen England und Amerika so grosse
Erfolge erzielten, mehr zu kultivieren. Dies können wir aber
nur dann erreichen, wenn sich alle Schichten der Bevölkerung
daran gewöhnen, bei einer Bank ein Konto zu halten. Damit
. lässt sich dann eine weit rationellere Kreditgewährung im
Kontokorrent seitens der Bank verbinden, da sie die Geschäftsverhältnisse
des Kunden ganz genau kennen lernt und so in
den Stand gesetzt wird, ihn besser zu überwachen als bisher.
Voraussetzung allerdings ist, dass Charakter, Denk- und Urteilsweise
der leitenden Persönlichkeiten über jeden Zweifel
’) Bd. 2, S. 359.