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noch der Erwähnung. Hinsichtlich des Giroverkehrs steht
Deutschland an der Spitze aller Länder. Doch hat auch der
Giroverkehr in Frankreich und Oesterreich-Ungarn einen
beträchtlichen Umfang aufzuweisen. Es betrugen im Jahre
1900 die Giroumsätze bei der Banque de France 102,45 Milliarden
Fr., bei der Oesterreichisch - Ungarischen Bank
24,52 Milliarden Kr. 1 ). In Oesterreich - Ungarn hat ferner
noch der Giroverkehr des Wiener Giro- und Kassenvereins
und der Kaiserl. Königl. Postsparkassen eine hervorragende
Bedeutung gewonnen. Die genannten Postsparkassen fungieren
nicht bloss als Sparkassen, sondern seit 1884 auch als Giroanstalten,
nachdem bereits im Jahre 1883 der Postscheckverkehr
eingeführt war. Auf solche Weise ist die Möglichkeit geschaffen
worden, die breiten Schichten der noch nicht bankfähigen Geschäftswelt
an den bankmässig organisierten Zahlungsprozess
anzugliedern. Nach amtlichen Mitteilungen betrug die Zahl
der Teilnehmer am Schlüsse des Jahres 1900: 42 658, die
Einlagen beliefen sich im Jahre 1900 auf 5,21 Milliarden Kr.,
die Rückzahlungen auf 5,2 Milliarden Kr., mithin der Jahresumsatz
auf 10,41 Milliarden Kr. * 2 ). Die überaus günstigen
Resultate bei den Postsparkassen haben auch bei uns in
Deutschland zu mehrfachen Vorschlägen geführt, und es wurde
im Jahre 1900 die Einführung des Postscheckverkehrs genehmigt,
lässt jedoch noch immer auf sich warten. Wir
werden seine Einführung schon deshalb mit Freuden zu begrüssen
haben, weil dadurch denjenigen Schichten der Mittelklassen,
die infolge des hohen Minimalguthabens oder aus
einem anderen Grunde bei der ßeichsbank ein Girokonto nicht
unterhalten können, die Vorteile eines solchen Kontos geboten
werden und ausserdem wohl noch eine grössere Zentralisation
des Zahlungsverkehrs herbeigeführt wird 3 ). Was nun den Giroverkehr
in den angelsächsischen Ländern anlangt, so steht
’) Dutker a. a. O. S. 371.
2 ) Schill, Der Postscheck nach dem Entwürfe der deutschen Postscheckordnung
vom Jahre 1899 und dem Reichsgesetze vom 30. März 1900.
Erlanger Dissertation 1901. S. 6.
*) Vf?l. Die Thronrede im Reichstage vom Jahre 1898. Stenographische
Berichte des Reichstages. S. 2.